Startschuss für Photovoltaik-Offensive in Sachsenburg

Photovoltaik-Förderung für Sachsenburg: Vize-Bürgermeister Dietmar Bauer, Landesrätin Sara Schaar und Bürgermeister Wilfried Pichler (von links) - Fotohinweis: Büro LR.in Schaar
Kärnten setzt im weiteren Ausbau der Erneuerbaren ganz stark auf die Kraft der Sonne, denn das größte Potential gibt es im Photovoltaik-Bereich auf ungenutzten Dächern. Diesem Weg folgt auch die Marktgemeinde Sachsenburg und startet eine Photovoltaik-Offensive auf gemeindeeigenen Gebäuden. Das erste Gebäude wurde nun mit einer Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von rund zehn Kilowatt-Peak (kWp), ausgerichtet auf den Eigenverbrauch, und einem Stromspeicher ausgestattet. Es handelt sich um das „Kohl-Haus“ auf dem Marktplatz, welches ein Lebensmittelgeschäft, die Kindertagesstätte und eine Wohnung beherbergt. Die Anlage ging im Herbst 2021 in Betrieb.

Mehrere Fördermöglichkeiten

Energie- und Klimaschutz-Landesrätin Sara Schaar überbrachte dafür eine Förderung in der Höhe von 9.671 Euro.

„Um den Kommunen in Kärnten die Nutzung von Sonnenenergie zu erleichtern, gibt es seit Mitte 2020 die Förderschiene für Photovoltaik-Anlagen an oder auf kommunalen Gebäuden. Gefördert wird die Errichtung solcher Anlagen mit bis zu 60 Prozent der Anschaffungskosten. Weil es aber auch möglich ist, Investitionszuschüsse von dritter Stelle, also von Bund oder EU, in Anspruch zu nehmen, ist eine Gesamtförderung von nahezu 100 Prozent möglich“, erklärt Schaar.

Sie erklärt außerdem: „Bei kommunalen Gebäuden fallen Strombedarf und -erzeugung speziell tagsüber zusammen, weshalb sich Photovoltaik, auf den Eigenverbrauch hin ausgerichtet, bestens anbietet.“
Im Rahmen der Alternativenergieförderung der Landes-Umweltabteilung gibt es auch eine finanzielle Unterstützung für die Installation von Stromspeichern – in der Höhe von 50 Prozent der anerkennbaren Investitionskosten, das sind bis zu 3.500 Euro.

Bereits 140 kommunale Photovoltaik-Projekte

Sachsenburg ist Mitglied der Klima- und Energie-Modellregion (KEM) „Großglockner/Mölltal-Oberdrautal“ und hat sich vorgenommen, im Photovoltaik-Bereich eine Offensive auf gemeindeeigenen Gebäuden zu starten, denn die Förderung ist derzeit besonders attraktiv. „Seit Mitte 2020 haben 56 Gemeinden diese Photovoltaik-Förderung für über 140 Projekte in Anspruch genommen. Dies entspricht einem bisherigen Fördervolumen von mehr als 1,2 Millionen Euro“, so Schaar. Im Jahr 2022 wurde eine Million Euro dafür budgetiert.

Großes Potential bei Photovoltaik

Die Förderung von Photovoltaik auf bzw. an kommunalen Gebäuden ist eine wesentliche Maßnahme im Rahmen der Klima-Agenda Kärnten, einem referatsübergreifenden Steuerungssystem. „Die kommunale Photovoltaik-Offensive ist ein wichtiger Baustein zur Steigerung der erneuerbaren Energien in Kärnten. Als sonnenreiches Bundesland gilt es, Photovoltaik zu forcieren und die Kärntner Gemeinden als wichtige Partner dabei zu unterstützen“, sagt Schaar.

„Denn alleine die Hälfte der potentiellen Dachflächen in Kärnten hat ein Ausbau-Potential von 3,3 Terawattstunden. Daher setzen wir bei Photovoltaik auf folgende Priorisierung: Gebäude-Flächen und bereits versiegelte Bodenflächen vor Freiflächen, um die wunderschöne Kärntner Landschaft zu erhalten.“