Veldener Gemeinderat beschließt einstimmig Budget 2022

Finanzreferentin Doris Schober-Lesjak legte den GemeinderätInnen den Budgetentwurf für 2022 vor. „Pandemiebedingte Einnahmeneinbußen, stark steigende und von uns nicht beeinflussbare Umlagenbelastungen für Gesundheit und Soziales und hohe Inflationsprognosen machen eine Neuausrichtung unserer Finanzen notwendig, damit wir unsere vornehmste Aufgabe, die kommunale Daseinsvorsorge für unsere Bürgerinnen und Bürger in hoher Qualität bereit zu stellen, auch künftig gewährleisten können“ so die Finanzreferentin.
 
In der operativen Gebarung, also dem „Tagesgeschäft“ sind Einnahmen von rund 24,5 Millionen und Ausgaben von 24,0 Millionen vorgesehen. Die rund 500.000 Euro Einnahmenüberschuss aus dem Tagesgeschäft stehen als Eigenmittel zur Finanzierung von Investitionen zur Verfügung. Und die geplanten Investitionen für 2022 sind im Budgetentwurf mit rund 1,9 Millionen durchaus ambitioniert ausgewiesen. Als große Schwerpunkte nannte sie die Erhöhung der Versorgungssicherheit bei der Wasserversorgung mit 850.000 Euro, die Verbesserung des Hochwasserschutzes, die Verkehrsberuhigung am Seecorso, die Entwicklung „Velden Ost“ rund ums Tenniscenter oder Investitionen in soziale Infrastruktur (Schulen, Kindegärten usw.). Besonders hervorgehoben wurde auch noch die Digitalisierungsoffensive der Gemeindeverwaltung und der Breitbandoffensive als Ausbau einer Basisinfrastruktur. Heuer wurde ja bereits in diese Zukunftsinfrastruktur vieles investiert und zum Beispiel die Volksschulen St. Egyden und Lind ans Breitbandnetz angeschlossen. Im nächsten Jahr sind für den weiteren Ausbau dieser wichtigen Infrastruktur 800.000 Euro reserviert.
Und Velden kann sich auch weiterhin viele Annehmlichkeiten leisten. So nannte die Finanzreferentin Gesundheitsvorsorge, Demenzberatung, Bildungsprojekte wie die Elternschule oder Sprachentag, Bedarfstaxi, Agrarförderungen, Jugendförderungen, Gemeindebad und vieles mehr als positive Beispiele.
 
„Die Gemeinde ist auch ein wichtiger Arbeitgeber und Auftraggeber für die heimische Wirtschaft“ bekräftigt Bürgermeister Ferdinand Vouk. 85 Ganzjahresstellen und bis zu 15 Saisonarbeitsstellen sind im Stellenplan der Gemeinde ausgewiesen. Der Anteil der Personalkosten an den Gesamtausgaben ist mit 4,8 Mio Euro oder knapp 19,0 % im Vergleich mit anderen Gemeinden vergleichsweise moderat.
„Mit dem vorliegenden Voranschlag 2022 werden wesentliche strategische Entwicklungen vor allem in den Bereichen Klimaschutz, Bildung und allgemeiner Infrastruktur begonnen bzw. fortgesetzt“ so die Finanzreferentin. Und Bürgermeister Ferdinand Vouk ergänzt: „Viele der geplanten Vorhaben werden dazu dienen, Auswirkungen des Klimawandels abzufedern, soziale Sicherheit zu gewährleisten und infrastrukturelle Maßnahmen weiter voranzutreiben und Velden zukunftsfit zu machen.
Bürgermeister Vouk berichtete auch von einer Aktion zur Linderung der Not für die Ärmsten. Über den Veldener Sozialfonds wird besonders Bedürftigen in der Gemeinde eine einmalige „Weihnachtsspende“ von 150 Euro zuerkannt.
Traditionell blickten die Fraktionssprecher in dieser letzten Sitzung im Jahr zurück auf das Geleistete. Unisono lobten alle vier Fraktionen die überaus konstruktive und sachliche Zusammenarbeit und den gegenseitigen Respekt, mit dem man sich im Gemeinderat begegnet. „Dieses Miteinander hat die Gemeinde weitergebracht und ich wünsche mir dass es künftig so bleibt“ sagte Bürgermeister Ferdinand Vouk abschließend.