Die Sportmittelschule Villach wurde am Mittwoch zum Zentrum der Kärntner Jugendgesundheitsförderung. Im Rahmen des Projekts „XUND und DU“ fand dort die erste Jugendgesundheitskonferenz mit interaktivem Messecharakter statt. Hunderte Jugendliche aus der Region nutzten die Gelegenheit, sich mit Gesundheitsthemen auseinanderzusetzen, an Mitmach-Stationen aktiv zu werden und ihre eigenen Ideen einzubringen.
„Vor genau neun Monaten haben wir ,XUND und DU‘ in Kärnten gestartet – heute sehen wir, wie aus einer Idee gelebte Praxis geworden ist. Jugendliche zeigen eindrucksvoll, dass sie bereit sind, Verantwortung für ihre Gesundheit zu übernehmen, wenn man ihnen die Möglichkeit dazu gibt“,
betonte Gesundheitslandesrätin Beate Prettner.
Psychosoziale Gesundheit im Mittelpunkt
Im Zentrum der ersten Jugendgesundheitskonferenz stand die psychosoziale Gesundheit junger Menschen. Leistungsdruck, soziale Medien und Unsicherheiten mit Blick auf die Zukunft stellen viele Jugendliche vor große Herausforderungen. Umso wichtiger seien Räume für Austausch, Orientierung und Stärkung.
„Jugendgesundheit darf nicht über junge Menschen hinweg gedacht werden, sondern nur gemeinsam mit ihnen. Wer Jugendliche ernst nimmt und ihnen zuhört, schafft die Grundlage für nachhaltige Gesundheitsförderung“,
so Prettner. Wie wirksam Beteiligung sein kann, zeigte die Konferenz eindrucksvoll: Die Jugendlichen diskutierten nicht nur über Herausforderungen, sondern entwickelten auch konkrete Ideen für ihre Schulen, Gemeinden und Regionen und präsentierten diese im Rahmen der Veranstaltung.
„Gesundheitskompetenz ist eine Schlüsselkompetenz für ein selbstbestimmtes Leben. Sie entscheidet wesentlich darüber, wie gut junge Menschen mit Herausforderungen umgehen und für ihre eigene Gesundheit Verantwortung übernehmen können“,
erklärte Prettner.
Gesundheitsförderung auf Augenhöhe
Umgesetzt wird das Projekt „XUND und DU“ bis Ende 2028 von der LOGO jugendmanagement gGmbH. Deren Geschäftsführerin Ursula Theißl unterstrich den besonderen Zugang des Projektes:
„Mit ,XUND und DU‘ haben wir ein praxiserprobtes und ausgezeichnetes Modell entwickelt, das Jugendliche auf Augenhöhe anspricht und ihre Gesundheitskompetenz stärkt. Gesundheit wird dabei spielerisch vermittelt und durch eigenes Erleben gefördert, damit junge Menschen selbstbestimmt Entscheidungen treffen können.“
Besonders hervorgehoben wurde auch die breite Zusammenarbeit zahlreicher Partnerinnen und Partner aus unterschiedlichen Bereichen.
„Das Projekt gelingt nur durch das Zusammenspiel von Bund, Ländern, Fachstellen, Schulen, Jugendarbeit – und vor allem durch die Jugendlichen selbst“,
betonte Prettner.
Die Finanzierung des Kooperationsprojektes zwischen der Steiermark und Kärnten erfolgt über die Bundesgesundheitsagentur im Rahmen der österreichweiten Vorsorgestrategie. Auch die Gastgeberstadt Villach leistet einen wichtigen Beitrag. Vizebürgermeisterin Gerda Sandriesser erklärte:
„Für Villach ist es wichtig, Anlaufstelle zu sein und Aufklärungsarbeit zu leisten. Gemeinsam mit vielen engagierten Partnerinnen und Partnern können wir Projekte umsetzen, die junge Menschen zu einer gesunden Lebensweise motivieren.“
Sechs Konferenzen in ganz Kärnten geplant
Die Veranstaltung in Villach bildet den Auftakt für insgesamt sechs Jugendgesundheitskonferenzen in Kärnten. Weitere Stationen sind Völkermarkt, Klagenfurt, Spittal an der Drau, Wolfsberg und Feldkirchen. Bereits am 8. Juli findet die nächste Konferenz in der Neuen Burg in Völkermarkt statt.
Neben den Konferenzen sind bereits 17 geförderte Projektpartnerschaften aktiv, zahlreiche Mikroprojekte wurden gestartet und der zweite Fördercall läuft bereits. Ergänzt wird das Angebot durch Workshops, Train-the-Trainer-Formate, Kooperationen mit Hochschulen wie der FH Kärnten sowie regionale Netzwerktreffen.
Für Prettner steht fest:
„Die heutige Konferenz zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial entsteht, wenn Jugendliche ernst genommen und aktiv eingebunden werden. Gesunde und resiliente Jugendliche sind die beste Investition in unsere gemeinsame Zukunft.“