Nach rund zwei Jahren Bauzeit wurde heute, Donnerstag (9. Oktober 2025), die Ambulante Geriatrische Tagesbehandlung (AGT) am LKH Villach offiziell eröffnet. Mit dem feierlichen Tag der offenen Tür geht ein weiterer Meilenstein im Rahmen des Entwicklungsplans LKH Villach 2030 in Betrieb. Die demographische Entwicklung stellt das Gesundheitssystem vor neue Herausforderungen: Der Anteil älterer Menschen wird in den kommenden Jahren weiter steigen.
„Diesen Herausforderungen stellen wir uns: Kärnten ist seit Jahren Vorreiter in der geriatrischen Versorgung – mit einer abgestuften Versorgungsstruktur von vollstationär über ambulant bis mobil, die österreichweit einzigartig ist. Mit der neuen ambulanten Tagesbehandlung am LKH Villach setzen wir einen weiteren wichtigen Schritt, um älteren Menschen wohnortnahe, hochqualitative Betreuung zu bieten – und das in einem Umfeld, das Menschlichkeit und medizinische Kompetenz vereint“,
sagt Gesundheitslandesrätin Beate Prettner.
Selbstständigkeit erhalten und wiedererlangen
Die neue Einrichtung am LKH Villach richtet sich an Menschen, die nach akuten Erkrankungen, Krankenhausaufenthalten oder bei chronischen Beschwerden eine gezielte geriatrische Behandlung benötigen, um bei funktionellen Einschränkungen ihre Selbstständigkeit zu erhalten oder wiederzuerlangen.
„Viele unserer Patientinnen und Patienten kommen tagsüber zur Behandlung und verbringen die Abende weiterhin in ihrem vertrauten Zuhause“,
erklärt Prim. Dr. Arnulf-Markus Isak, Abteilungsvorstand der Medizinischen Geriatrie.
Das Angebot umfasst eine individuell abgestimmte, intensive Therapie durch ein multiprofessionelles Team aus Ärztinnen und Ärzten, Therapeutinnen und Therapeuten, Pflegefachkräften, Psychologinnen und Psychologen sowie Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern.
„Ziel ist es, die Selbständigkeit der Patientinnen und Patienten zu erhalten oder wiederherzustellen und dadurch deren Lebensqualität zu steigern“,
so Pflegedirektorin Christine Schaller-Maitz.
Die Anmeldung für die Ambulante Geriatrische Tagesbehandlung erfolgt über die Hausärztin bzw. den Hausarzt oder über die betreuende Krankenhausstation im Zuge eines stationären Aufenthalts.
Verbindung zwischen stationärer und häuslicher Versorgung
„Mit der heutigen offiziellen Inbetriebnahme der Ambulanten Geriatrischen Tagesbehandlung wurde eine wichtige Verbindung zwischen stationärer und häuslicher Versorgung hergestellt und ein weiterer Schritt im Entwicklungsplan des LKH Villach 2030 erreicht“,
freut sich KABEG-Vorstand Dr. Arnold Gabriel.
Das in nachhaltiger Holzbauweise errichtete Gebäude bietet acht moderne Betreuungsplätze und setzt damit ein weiteres Zeichen für eine zukunftsorientierte Gesundheitsversorgung in Kärnten. In den Bau wurden 4,5 Millionen Euro investiert.
„Im Rahmen der abgestuften Versorgungsstruktur in Kärnten gibt es nun im geriatrischen Bereich knapp 300 stationäre Betten und über 60 ambulante Betreuungsplätze. Darüber hinaus werden im Rahmen der ambulanten geriatrischen Remobilisation Patientinnen und Patienten in ihrem Wohnumfeld von mobilen Teams der Krankenanstalten betreut – im Jahr 2024 wurden so über 1.000 Personen behandelt, alleine vom LKH Villach aus waren es über 200“,
so Prettner.
Quelle: LPD Kärnten