Die Grünen haben von der ÖVP in Sachen Kommunikation viel gelernt

Kärnten ist in Sachen Klima- und Umweltschutz auf einem guten Weg – auch wenn sich viele bemühen, das nicht so zu sehen
 
Letzte Woche lehnten die Grünen im Parlament in Wien folgende Anträge ab: einen Preisdeckel bei Lebensmittel, Energie und Strom, das Abschöpfen von Übergewinnen bei Energie-Unternehmen, die Anerkennung von Pflege als Schwerarbeit, eine sofortige Anpassungen der Pensionen an die Inflation und den Pflege-Garantie-Fonds: also den Zugang zu kostenloser Pflege für alle. Zusammen mit der ÖVP stimmten sie aber für eine Beibehaltung von Vollspaltenböden in der Landwirtschaft – bis 2040. 

 „Nach dieser äußerst „produktiven Woche“ in Wien wendet sich die grüne Nationalrätin Olga Voglauer nun dem Kärntner Klima zu. Wie? Alles schlecht machen was geht, mit Fantasiezahlen agieren, die Kärntner*innen verunsichern und die Klimastrategie Kärnten pauschal verurteilen statt sich konstruktiv damit auseinanderzusetzen“,

so die Reflexion von SPÖ Kärnten Landesgeschäftsführer Andreas Sucher zu den Angriffen von Voglauer auf die Klimapolitik Kärntens.
 
Kurz zu den Fakten: Der Gesamtanteil der erneuerbaren Energieträger am Endverbrauch liegt in Kärnten derzeit bei 58,8 Prozent – damit sind wir bundesweit Spitzenreiter. Die Treibhausgasemissionen konnten von 2005 bis 2020 um über 22 Prozent (außerhalb des Emissionshandels) verringert werden. Um den Ausbau der erneuerbaren Energien weiter dynamisch voranzutreiben, haben wir in Kärnten aktuell zwei große Wasserkraft-Projekte laufen, 16 Windräder werden gerade gebaut und es herrscht ein Boom bei Photovoltaik-Anlagen auf Dächern. Es gibt derzeit 99 ölkesselfreie Gemeinden – ein Förderprogramm, dass Landesrätin Schaar mir Vehemenz und großem Einsatz verfolgt.
„Die Fakten zeigen klar: Kärnten hält den Spitzenplatz in Österreich und baut diesen kontinuierlich aus. Das paßt sicher nicht in den Vorwahlkampf von Fr. Voglauer und widerspricht ganz klar dem Bild das in manchen Medien von der Kärntner Klimapolitik gezeichnet wird – aber es sind halt durch Zahlen belegte Tatsachen. Wir sind für jede Art von Kritik offen – aber wir werden nicht zulassen, dass eine der engagiertesten Umweltschutz- und Klimapolitikerinnen, die wir je in unserem Land hatten, völlig ungerechtfertigt zum Sündenbock gemacht wird. Nur zur Erinnerung: Sara Schaar hat in wenigen Monaten vollbracht, woran ihr grüner Vorgänger jahrelang gescheitert ist: Natura 2000, klingelt da was, Fr. Voglauer?“,
erinnert Sucher.

„Offensichtlich haben die Grünen von ihren türkisen Partnern in Wien viel in Sachen Kommunikation gelernt – anpatzen, draufhauen und die Wahrheit geflissentlich ignorieren. Gratulation. Wenn sie das nächste Mal mit Sara Wiener bei einer Veranstaltung über faires Essen reden, bitte erklären sie noch einmal inwiefern die Vollspaltenbodenhaltung bei Schweinen dem Klima und dem Tierschutz zu Gute kommt,“

so Sucher an Voglauer.