Erster erfolgreicher Abschlussjahrgang zur Operationstechnischen Assistenz

Riesenfreude bei den Absolvent:innen - Fotohinweis: LPD Kärnten/Bauer
Nach drei intensiven Ausbildungsjahren und insgesamt 4.600 Stunden in Theorie und Praxis bekamen heute, Freitag (21. November 2025), 25 Absolventinnen und Absolventen der neuen Ausbildung zur Operationstechnische Assistenz (OTA) ihre Diplome im Spiegelsaal der Landesregierung verliehen. Überreicht wurden die Zeugnisse von Landeshauptmann Peter Kaiser, Landesrätin Beate Prettner und KABEG-Vorstand Arnold Gabriel.

Kaiser: „Pionierleistung“

„Der Abschluss markiert, nicht nur für euch, sondern auch für das Kärntner Gesundheitswesen einen riesigen Sprung vorwärts“,

so Kaiser und erklärte, dass das Gesundheitswesen rasanten Entwicklungen unterliegt.

„Ich bin stolz, dass dieses Pilotprojekt, diese Pionierleistung, so erfolgreich gelungen ist und der zweite Lehrgang bereits gestartet ist. Mit dieser qualitativ hochwertigen Ausbildung stellt ihr eine entscheidende Ergänzung für die lebenswichtige Arbeit in den Operationssälen in Kärnten dar“,

richtete er sich an die Absolventinnen und Absolventen und gratulierte ihnen zu diesem ganz besonderen Meilenstein.

„Zukünftig werdet ihr ein fester Bestandteil des Operationsgeschehens sein und einen enorm wichtigen Beitrag leisten“,

so Kaiser.
Er dankte allen Lehrenden und Beteiligten der KABEG.

Prettner: „Operationen sind Teamleistung“

„Mit dem erfolgreichen Abschluss eurer OTA-Ausbildung leistet ihr zukünftig einen wesentlichen Beitrag zur hohen Qualität in den Kärntner OP-Sälen und Krankenhäusern“,

so Gesundheitsreferentin Prettner.

„Operationen werden immer komplexer und technisch anspruchsvoller. Operationen sind keine Einzelleistung eines Chirurgen, sondern eine Teamleistung“,

sagte sie und erinnerte daran, dass die Spezialisierung der Ausbildung genau dort anknüpft und dazu beiträgt, Qualität zu sichern und zu vertiefen.
Auch ihr Dank galt allen Beteiligten innerhalb der KABEG und sie wünschte den Absolventinnen und Absolventen alles Gute auf ihren weiteren Lebenswegen.
 

Ausbildung für alle Altersgruppen

Für KABEG-Vorstand Arnold Gabriel markiert der heutige Tag einen „Freudentag“.

„Mit diesem Programm reagiert die KABEG frühzeitig auf den Fachkräftemangel und öffnet sich gezielt für alle Altersgruppen – egal ob Quereinsteiger aus anderen Berufsgruppen oder als Berufseinsteiger“,

so Gabriel und ergänzte, dass das Alter der Auszubildenden zwischen 21 und 50 Jahren lag.

„Der heutige Tag zeigt, welches Zukunftspotenzial in den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der KABEG steckt.“

Besonders stolz zeigte er sich über die geleistete Pionierarbeit der KABEG, der Lehrenden und dankte für die geschaffenen Rahmenbedingungen durch die Politik. Sein Dank galt auch seinem gesamten Team, Gesundheitsreferentin Prettner und Landeshauptmann Kaiser. Die Absolventinnen und Absolventen sind nun in KABEG-Häusern und anderen Spitälern in Kärnten tätig.

Echter Zusammenhalt

Die zwei Absolventinnen Jasmina Skalič und Sandra Lorenz sprachen für ihren gesamten Ausbildungslehrgang und bedankten sich beim anwesenden Lehrpersonal.

„Es waren auch euer offenes Ohr für unsere Anliegen, die Unterstützung und der Rückhalt, die uns durch diese harte Ausbildung getragen haben“,

sagten die beiden Diplomandinnen.
Sie beide unterstrichen den Zusammenhalt, der in den letzten drei Jahren innerhalb des Klassenverbunds entstanden sei. Ihr Dank galt stellvertretend allen Freundinnen und Freunden und Familienangehörigen, auf deren Unterstützung sie immer zählen konnten.

Was ist OTA?

OTA ist eine OP-spezifische Alternative zum klassischen Pflegeberuf, der OP-Pflege gleichgestellt, und ein vollwertiger Beruf im OP-Bereich ist. Die Tätigkeitsfelder der OTA sind vielseitig, sie reichen von der Versorgung und Betreuung der Patientinnen und Patienten vor der OP bis zur Assistenz in allen operativen Fachrichtungen. Zudem sind sie für die Wartung, Desinfektion und Vorbereitung von medizinischen Geräten und Instrumenten im Operations- bzw. den Eingriffsräumen zuständig. Während der OP assistieren sie direkt beim Eingriff und übernehmen unterstützende Tätigkeiten.

Nächster Lehrgang läuft bereits

Von den 4.600 Ausbildungsstunden erfolgten 1.600 in Fächern wie Anatomie, chirurgische Operationstechniken, Hygiene, Grundlagen des Instrumentierens, Arzneimittellehre und Medizintechnik. 3.000 praktische Stunden wurden direkt in den OP-Bereichen der KABEG und in weiteren Häusern absolviert. Noch vor dem Start der Ausbildung zeichnete sich ein großes Interesse an der Ausbildung ab: Rund 120 Interessentinnen und Interessenten haben sich dem Bewerbungsverfahren gestellt, 28 wurden aufgenommen, 25 davon haben die Ausbildung bereits positiv abgeschlossen und drei weitere folgen in Kürze. Seit März 2025 läuft bereits der zweite Ausbildungsturnus mit 21 Teilnehmenden. Alle Absolventinnen und Absolventen wurden bereits im zweiten Ausbildungsjahr fest angestellt – eine Ausbildung mit Jobgarantie.
Quelle: LPD Kärnten