Pflegekoordinatoren/Community Nurses sind eine zentrale Stütze der Pflegenahversorgung in Kärnten. Die von Landesrätin Beate Prettner initiierte Initiative wird größtenteils vom Land finanziert. In den Gemeinden Glanegg, St. Urban und Liebenfels gibt es eine interkommunale Community Nurse mit Verena Schatz. Ihre direkte Arbeit mit Pflegebedürftigen zeigt, wie wichtig Vernetzung und persönlicher Kontakt sind. “Eine Community Nurse muss Netzwerke aufbauen und über die vorhandenen Hilfsangebote informieren”, erklärt Schatz.
Einsamkeit als zunehmendes Problem
Durch die Pandemie hat sich die Einsamkeit unter älteren Menschen verstärkt. Um dem entgegenzuwirken, unterstützen Ehrenamtliche die Community Nurse. Sie schenken Betroffenen Zeit, erledigen Einkäufe oder begleiten sie zu Terminen.
“Unsere Arbeit ist wichtiger denn je, denn Vertrauen erleichtert es den Menschen, Hilfe anzunehmen”,
sagt Verena Schatz.
Bürgermeister (SPÖ) Arnold Pacher der Gemeinde Glanegg: “Unser Ziel ist es, ältere Menschen möglichst lange daheim zu unterstützen. Eine Community Nurse hilft dabei mit wertvollen Informationen.” Er sieht in der Initiative einen wichtigen Beitrag zur lokalen Pflege-Nahversorgung: “Dieses Angebot wird in den Gemeinden sehr geschätzt und angenommen.”
Kostenfreies Beratungsangebot
Community Nursing in der Pflegenachversorgung ist ein kostenloses Serviceangebot für ältere Menschen und betreuende Angehörige. Es wird in Zusammenarbeit mit Gemeinden, Sozialhilfeverbänden, Bezirkshauptmannschaften und der Abteilung 5 des Landes Kärnten umgesetzt.
Häufig gestellte Fragen:
- Welche Unterstützung gibt es für Haushalt und Körperpflege?
- Gibt es finanzielle Hilfe?
- Wo bekomme ich ein Pflegebett und welche Kosten entstehen?
- Wie funktioniert “Essen auf Rädern”?
- Welche Möglichkeiten gibt es, wenn das Wohnen zu Hause nicht mehr möglich ist?
- Wie läuft die Aufnahme in ein Pflegeheim ab?

