Für seine langjährige Tätigkeit als Direktor des Kärntner Zivilschutzverbandes hat Anton Podbevsek heute, Mittwoch, von LH Peter Kaiser im Beisein von LRin Beate Prettner, LR Daniel Fellner und LRin Sara Schaar, sowie 2. Landtagspräsident Christoph Staudacher, Landesamtsdirektor Dieter Platzer und seinem Stellvertreter Markus Matschek das Große Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich erhalten.
„Diese Auszeichnung wird heute hier in Anwesenheit vieler Freunde und Mitglieder anderer Blaulichtorganisationen einem besonderen Menschen zu Teil. Anton hat Zeit seiner Tätigkeit den Menschen Sicherheit und Schutz gegeben. Diese höchste Auszeichnung ist die sichtbare Wertschätzung und der sichtbare Dank an einen, der jetzt versucht, in den Ruhestand zu wechseln. Danke Tone“,
so Kaiser in seiner Laudatio, den viele Jahre mit Anton Podbevsek in verschiedenen Positionen verbinden.
„Die Gefahrenmomente, die Bedrohungen, die Technik haben sich in den letzten Jahrzehnten mehrfach geändert, immer weiterentwickelt. Anton hatte das immer im Auge, hat alle Entwicklungen berücksichtigt, damit der Zivilschutzverband am neuesten Stand der Dinge war“,
sagte Kaiser.
Kaiser schrieb in seiner Laudatio dem scheidenden Direktor vier „wesentliche Attribute zu, die ihn, und den Zivilschutzverband geprägt haben“. Podbevsek zeichneten laut Kaiser seine Teamfähigkeit, seine Leidenschaft, sein Fachwissen und seine Führungsqualitäten aus.
„Tone hat innerhalb des Verbandes, über alle Blaulichtorganisationen hinweg und über Grenzen hinaus für jegliche Zusammenarbeit, Vernetzung, eine abgestimmte Kommunikation zwischen allen den Grundstein gelegt. Darauf können wir aufbauen und Kärnten unterschreibt diese Woche mit Friaul und dem Vento ein neues Zivilschutzabkommen“,
betonte Kaiser.
Auch Präsident Rudi Schober begrüßte alle „haupt- und ehrenamtlich Tätigen, die als Unterstützer des Zivilschutzverbandes heute gekommen sind, um bei der Ehrung Antons dabei zu sein“. Schober verwies auch darauf, dass Anton Podbevsek mit Erwin Stocker und Rainer Adamik 1997 das Erfolgsprojekt „Kindersicherheitsolympiade“ erfunden haben, das heute eine europäische Olympiade durch die Teilnahme von Slowenien, Italien, Ungarn, Deutschland und Tschechien ist. Weil 2024 eine Ehrung stattgefunden habe, bei der Rainer Adamik nicht anwesend sein konnte, wurde diese auch heute im Spiegelsaal nachgeholt.
Rainer Adamik wurde das Silberne Ehrenzeichen des Österreichischen Zivilschutzverbandes für seine langjährigen Verdienste um den Zivilschutz in Österreich verliehen. Der mittlerweile 86jährige Ferlacher war über 30 Jahre lang für den Zivilschutzverband in verschiedenen Positionen und ehrenamtlich tätig. Zu Beginn seiner Tätigkeit hat er mit Mitstreitern die „Kindersicherheitsolympiade“ erfunden, die mittlerweile eine Erfolgsgeschichte ist. Schon 2011 wurde Adamik vom Land Kärnten der „Kärntner Lorbeer in Gold verliehen.
Lebenslauf Anton Podbevsek:
Geb. Datum: 04.04.1960
1966 bis 1970: Volksschule Viktring
1970 bis 1974: Hauptschule Viktring
1974 bis 1979: Höhere technische Bundeslehranstalt Klagenfurt (Maschinenbau) Matura mit ausgezeichnetem Erfolg
1979-1981: Österreichisches Bundesheer Einjährig-Freiwilliger sowie anschließende Ausbildung zum Milizoffizier
1981-2025: Kärntner Zivilschutzverband
seit 1983 Landesgeschäftsführer
Beschreibung der Leistungen:
Anton Podbevsek verantwortet in seiner Rolle als Landesgeschäftsführer die Arbeit von 142 Zivilschutzbeauftragten in allen Gemeinden und Bezirken Kärntens sowie die bis heute in allen Gemeinden des Bundeslandes digital eingerichteten Sicherheitsinformationszentren (SIZ).
Er begleitete seit seinem Eintritt beim Zivilschutzverband die Entwicklung der Organisation und verantwortete die Umsetzung aller Aufgaben auf organisatorischer Ebene. Durch ihn wurde die Zusammenarbeit aller Einsatzorganisationen in Kärnten von Seiten des Zivilschutzverbandes vorangetrieben. Daraus ergaben sich Partnerschaften, die bei gemeinsam veranstalteten Sicherheitstagen und anderen Events der Bevölkerung die Arbeit der Helfer näherbringt.
Ende der 1990er Jahre wurde durch den Kärntner Zivilschutzverband die Kindersicherheitsolympiade entwickelt und von Anton Podbevsek erstmalig umgesetzt. Daran nehmen jedes Jahr bis zu 20.000 Volksschulkinder österreichweit teil und setzen sich mit Sicherheit und Prävention auseinander.
Der Selbstschutz und die Aufklärung der Bevölkerung über Selbstschutzmaßnahmen zählen zu den zentralen Aufgaben des Zivilschutzverbandes. Die Zivilschutzverbände sind die zentrale Informationsdrehscheibe für Krisenvorsorge und präventiven Zivilschutz in Österreich.
Quelle: LPD Kärnten