Mit dem Konzert „…langsam tuats stiller werden …“ im Stadtsaal Feldkirchen, verabschiedete sich am Samstag der Grenzlandchor Arnoldstein von der großen Bühne. Kulturreferent LH Peter Kaiser bezeichnete den Chor als einen Botschafter des Musiklandes Kärnten. #
„An der Schnittstelle von den drei Europa prägenden Kulturen – der germanischen, romanischen und slawischen – hat der Chor den Begriff Grenze eine neue Bedeutung gegeben, indem er das Verbindende in den Mittelpunkt gerückt hat. Der Grenzlandchor ist ein wichtiger internationaler Botschafter des Musiklandes Kärnten, der weltweit Auftritte absolvierte. Auch wenn wir heute Gäste des Abschiedskonzertes sind, so können wir uns sicher sein, dass der verbindende Gedanke des Grenzlandchors in vielen kleinen Konzerten weiterleben wird“,
sagte Kaiser
und überreichte stellvertretend für alle Personen, die sich in den vergangenen 78 Jahren im Grenzlandchor engagiert haben, Hedwig „Hedi“ Preissegger-Komposch, Stefan Marko, Christian Trattner, Daniela Petritsch und Gottfried Stollwitzer sichtbare Auszeichnungen des Landes Kärnten.
Chorleiterin und Liedschöpferin Hedwig „Hedi“ Preissegger-Komposch wurde mit dem Großen Goldenen Ehrenzeichen des Landes Kärnten ausgezeichnet. Das Kärntner Lorbeer für ehrenamtliche Tätigkeit in Silber erhielten Stefan Marko (Obmann und Kassier-Stellvertreter), Christian Trattner (Obmann-Stellvertreter und Kassier) und Daniela Petritsch (Schriftführerin-Stellvertreterin). Schriftführer Gottfried Stollwitzer wurde eine Dank- und Anerkennungsurkunde des Landes Kärnten überreicht. Als erste Gratulanten stellten sich Altlandeshauptmann Gerhard Dörfler und der ehemalige Landtagspräsident Reinhart Rohr ein.
Reinhard Antolitsch, Bürgermeister der Gemeinde Arnoldstein, bezeichnete den Grenzlandchor ebenfalls als einen wichtigen Botschafter für das Land und die Gemeinde. „Wenn wir uns heute verabschieden, so tun wir das nicht nur mit Wehmut, sondern danken auch jeder Stimme, die den Klangkörper Grenzlandchor getragen hat“, fasste der sichtlich gerührte Bürgermeister zusammen. Für den Grenzlandchor sprach Obmann Stefan Marko zu den Gästen des Abschlusskonzertes.
„Heute ist ein Abend voller Erinnerung, Dankbarkeit, Wehmut, aber auch der Freude: Wir erinnern uns, dass der Grenzlandchor für viele Menschen ein zuhause war, in dem die Herzen stets im Gleichklang geschlagen haben“.
In den Vierzigerjahren des letzten Jahrhunderts hat eine kleine Gruppe von idealistischen Sängerinnen und Sängern mit ihrer Chorleiterin Gretl Komposch begonnen, die Arnoldsteiner und Kärntner Sangeskultur zu beleben. Über die Jahre entwickelte sich der Chor, der 1947 gegründet wurde, zu einem musikalischen Markenzeichen Kärntens. Aktuell besteht der Grenzlandchor Arnoldstein aus 25 Sängerinnen und Sängern.
Auch wenn sich der Chor nun von der großen Bühne zurückzieht, wird in kleinen Formationen weiter gesungen. Bis Jahresende sind Auftritte beim Stillen Advent in Hermagor (30. November) und Adventkonzerte in den Kirchen Arnoldstein (14. Dezember) sowie der Nikolaikirche in Villach (20. Dezember) geplant.
Quelle: LPD Kärnten