Hinschauen statt Wegsehen: SPÖ Frauen Kärnten setzen starkes Zeichen gegen Gewalt

Fotos: Peter Just
Unter dem klaren Leitsatz „Hinschauen statt Wegsehen“ setzten die SPÖ Frauen Kärnten am Freitag im Kärntner Landesarchiv ein deutliches Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Kindern nach dem kürzlich seitens der Bundesregierung veröffentlichten Nationalen Aktionsplan gegen Gewalt an Frauen als nachhaltigen Schritt zur Umsetzung der Istanbul Konvention.
 
Zahlreiche Unterstützer:innen und Besucher:innen aus Politik, Institutionen und Vereinen folgten der Einladung zu einer hochkarätig besetzten Veranstaltung, die Gewaltprävention, Opferschutz und rechtspolitische Verantwortung in den Mittelpunkt stellte.
 
Im Zentrum stand der Vortrag von Bundesministerin Anna Sporrer, die in ihrem Impulsreferat eindringlich aufzeigte, dass Gewaltschutz eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist, getragen von Politik, Justiz, Sicherheitsbehörden und Zivilgesellschaft. Sporrer betonte, dass wirksamer Gewaltschutz nicht bei Ankündigungen enden dürfe, sondern konkrete rechtliche, strukturelle und präventive Maßnahmen brauche.
 
In der anschließenden Dialogrunde diskutierten Bundesministerin Anna Sporrer gemeinsam mit LH-Stv.in Gaby Schaunig, Margot Moser Lechner (Gewaltschutzzentrum), Jasmina Deljanin-Hudelist und Viktorija Ratković (Universität Klagenfurt), Anita Ottacher (Equaliz) sowie Natascha Painter (Landeskriminalamt Kärnten) über bestehende Lücken im Gewaltschutz, notwendige Verbesserungen in der Zusammenarbeit der Institutionen und die Bedeutung früher Intervention. Moderiert wurde die Runde von Christine Erlach (Equaliz).
 
Einigkeit herrschte darüber, dass Gewalt an Frauen kein Randthema ist, sondern tief in gesellschaftlichen Strukturen verankert ist und dass Prävention, Sensibilisierung und konsequentes Handeln zentrale Schlüssel für Veränderung sind. Besonders hervorgehoben wurde die Rolle von Bildung, klaren rechtlichen Rahmenbedingungen und einer verlässlichen Unterstützung für Betroffene.
 
Die SPÖ Frauen Kärnten unterstrichen mit der Veranstaltung einmal mehr ihre klare Haltung: Gewalt darf weder relativiert noch verschwiegen werden.

„Hinschauen statt Wegsehen bedeutet, Verantwortung zu übernehmen – politisch, gesellschaftlich und persönlich“,

betont SPÖ LFV-Stv.in BRin Claudia Arpa am Beginn des Nachmittages.
 
Mit einer offenen Fragerunde und einem abschließenden Get-together endete eine Veranstaltung, die nicht nur informiert, sondern auch ermutigt hat, Haltung zu zeigen und aktiv gegen Gewalt einzutreten.