Jugendliche aus Kärnten und Friaul-Julisch Venetien (er)leben gemeinsam Europa

Dir. Karl Hren, LH Peter Kaiser, Marko Pisani LAbg. Friaul-Julisch Venetien mit den Teilnehmenden von CAR2GO! (Fotohinweis: LPD Kärnten/Baue)
Das ist das gemeinsame, vielfältige Europa, das ist der Alpen-Adria-Raum:
Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren aus den gemischtsprachigen Gebieten Kärntens und Friaul-Julisch Venetiens besuchen gerade gemeinsam eine Sommerschule. Gestern, 09.07.2025, wurden sie von Landeshauptmann Peter Kaiser im Slomšekheim von Hermagoras-Mohorjeva in Klagenfurt begrüßt. Dort wurde das Projekt CAR2GO! – das steht für Carinzia to Gorizia – vorgestellt.
Es wird von der EU gefördert sowie vom Land Kärnten und Italien kofinanziert. Die rund 20 Teilnehmenden verbringen diese Woche gemeinsam in Kärnten, ab Montag sind sie fünf Tage lang in Triest unterwegs. Sie sprechen Deutsch, Slowenisch und Italienisch – vierte Sprache in Friaul-Julisch Venetien ist übrigens Friulanisch.
 

„Das ist ein zukunftsweisendes Projekt in unserem neuen, zentralen europäischen Raum“,

betonte Kaiser.
Als EU-Referent des Landes und Mitglied im europäischen Ausschuss der Regionen dankte er allen Verantwortlichen. Man sehe deutlich, dass die Euregio „senza confini“ und auch das Gemeinsame Komitee Kärnten-Slowenien keine leeren Hülsen, sondern von lebendigen Initiativen begleitet seien. An CAR2GO! sei besonders hervorzuheben, dass hier junge Menschen, die schon mit einer europäischen Identität aufwachsen, im Austausch sind:

„Sie stehen für ein geeintes Europa mit sprachlicher und kultureller Vielfalt.“

Kaiser erinnerte noch daran, dass Kärnten und Friaul-Julisch Venetien seit mittlerweile 20 Jahren unter einem Dach im Verbindungsbüro in Brüssel sind.
 
Karl Hren, Direktor von Hermagoras-Mohorjeva, sagte, dass bei der Sommerschule der Jugendaustausch im Mittelpunkt stehe. In Kärnten besuchen die Jugendlichen unter anderem Friesach, Maria Saal, Taggenbrunn, den Hemmaberg, die Tscheppaschlucht und baden in den heimischen Seen. So werden Horizonte erweitert und es bilden sich neue Freundschaften, die lange bleiben, meinte Hren.
Für CAR2GO! stehen insgesamt rund 600.000 Euro an öffentlichen Mitteln zur Verfügung. Leadpartner ist Hermagoras-Mohorjeva, mit dabei sind auch das Land Kärnten, die Region Friaul-Julisch Venetien und ein slowenischer Wirtschaftsverband aus Triest. Auf die Ausschreibung hin haben sich Teilnehmende aus Kärnten, dem Bereich Triest und Gorizia und sogar einige Jugendliche mit Kärntner Wurzeln aus Wien gemeldet.
 
Marko Pisani, Abgeordneter im Landesparlament von Friaul-Julisch Venetien, sagte, dass der gemeinsame europäische Gedanke auf der Jugend aufbaue: „Daraus entsteht dann ein Europa der Vielfalt und Gemeinschaft.“ Auch er dankte allen, die CAR2GO! möglich gemacht haben.
Quelle: LPD Kärnten