Frieden, Freundschaft, Fußball: von 25. April bis 1. Mai findet zum 21. Mal das internationale Fußballturnier der Nationen, ausgetragen in Kärnten, Slowenien und Friaul-Julisch-Venetien, mit 12 U15-Nationalteams statt. Heute, Dienstag, informierten in einer Pressekonferenz Sportreferent LH Peter Kaiser, Landessportdirektor Arno Arthofer, Franco Tommasini, Gründer des Turnieres, Walter Hartlieb vom Organisationskomitee, Wolfgang Robatsch, KFV-Sportdirektor und Franz Ponweiser, Trainer der österreichischen U15-Nationalmannschaft die Öffentlichkeit von diesem in dieser Art „größten Turnier weltweit“. Die Österreichische U15-Auswahl hat 2024 das Turnier für sich entscheiden und geht als Titelverteidiger in diese 21. Ausgabe des „Torneo delle Nazioni“.
LH Peter Kaiser betonte:
„Sport verbindet, überwindet Grenzen, verbindet Menschen und Nationen. Die Geschichte des internationalen Fußballturniers der Nationen zeigt seine brückenbildende Funktion: Sport, Fairness, Internationalität, junge Menschen messen ihre Leistungen, finden zusammen und es werden Kontinente überschritten. Seit über zwei Jahrzehnten ist dieses Turnier ein einzigartiges sportliches Highlight, das junge Fußballtalente aus aller Welt nach Kärnten, Italien und Slowenien bringt.“
Kärnten sei stolz darauf, nicht nur Teil dieses Turniers zu sein, sondern mit Walter Hartlieb und dem OSK Kötschach-Mauthen maßgeblich für die Organisation verantwortlich zu sein.
„Mein Dank gilt den Organisatorinnen und Organisatoren, den Trainerinnen und Trainern sowie allen Beteiligten, die dieses Turnier Jahr für Jahr zu einem großen Erfolg machen. Ich wünsche allen Teams spannende unfallfreie Spiele, großartige sportliche Momente und eine Zeit, die sie ihr Leben lang in Erinnerung behalten werden!“
Auch Landessportdirektor Arno Arthofer verweis auf die Internationalität, die Größe des Fußballspektakels und die Wichtigkeit für die Jugend:
„Junge Menschen in diesem hochkarätigen Nachwuchsturnier über Grenzen hinweg zusammen zu bringen, ist beispielgebend im gemeinsamen Alpen-Adria-Raum, bei dem der Sport genauso wie das Miteinander im Mittelpunkt stehen!“
Organisator Walter Hartlieb erklärte den Ablauf, wo die Austragungen der Spiele stattfinden und wie die Gruppen zusammengesetzt sind.
„Es sind durch die jahrelange Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg im gesamten Alpe-Adria-Raum viele Freundschaften entstanden. Diese Jugendspiele sind Talenteschmiede und Grundlage für viele nachhaltige Freundschaften“, so Hartlieb.
Franz Ponweiser, der Teamchef des U-15 ÖFB-Nationalteam erinnerte an das Jubiläumsturnier, in dem Österreich erstmals den Turniersieg holen konnte.
„Als Titelverteidiger heuer in dieses erstklassig besetzte Turnier zu gehen, macht uns sehr stolz. Die Erwartungen sind hoch und es warten starke Gegner auf uns, darunter Tschechien und vor allem Irland. Wenn die Titelverteidiger der letzten zwei Jahre in der Gruppenphase aufeinandertreffen, ist ein sehr hochklassiges, starkes Spiel zu erwarten“, sagt Ponwieser.
Wolfgang Rogatsch vom KFV dankte im Namen des Kärntner bzw. Osttiroler Fußballs allen für die Organisation und Durchführung, vor allem auch der Region Gailtal mit Walter Hartlieb.
„Wir sind stolz, so hochkarätige Gäste begrüßen zu dürfen. Ich wünsche den Organisatoren viel Erfolg, eine verletzungsfreie Veranstaltung und den Spielern und Betreuern, dass ihre Träume wahr werden“, hielt Robatsch fest.
Gründer Franco Tommasini zog kurz Bilanz:
„Es ist nicht nur ein sportliches Event. Hier kommen junge Menschen zusammen, egal welcher Hautfarbe, welcher Religion und verbrüdern sich“,
so Tommasini, der auch allen dankte, die den Gedanken weitertragen und das Turnier wachsen haben lassen. Er verkündete zudem, dass die Vorbereitungen auch laufen, um Frauenfußball in Zukunft in das Turnier einfließen zu lassen.
Neben Österreichs Jugendkickern werden jene aus Italien, Tschechien, Wales, Irland, Montenegro, Nordmazedonien, Südkorea, Rumänien, Saudi-Arabien, Slowenien und den Vereinigten Arabischen Emirate das runde Leder jagen. Es wird in vier Gruppen, A, B, C, D, gespielt mit je drei U15-Nationalteams. Vorjahres-Turniersieger Österreich spielt in der Gruppe D mit Irland (Turniersieger 2023) und Tschechien um den Gruppensieg in Hermagor (gegen Irland) und in Kötschach Mauthen (gegen Tschechien), wo auch das Spiel Tschechien-Irland stattfinden wird (25.-27. April). Am 29. April kickt Österreichs U15-Nationalteam gegen den Sieger der Gruppe C in Arnoldstein.
Das große Finale findet am 1. Mai in Gradisca d’Isonzo statt. Der Zutritt zu allen Spielen ist kostenlos.
Diese Veranstaltung im Alpe-Adria Raum wird von den Sportvereinen ADS Gradisca d‘Isonzo (Italien), Nova Gorica (Slowenien) und auf österreichischer Seite in Zusammenarbeit des OSK Kötschach-Mauthen, FC Hermagor und SV Arnoldstein organisiert. Sämtliche Spieler der Gruppe D, ihre Trainer, Familienangehörige und Begleitpersonen sind in Beherbergungsbetrieben der Gemeinde Kötschach-Mauthen untergebracht, womit auch die Wertschöpfung der Region steigt. Ansässige Busunternehmen sorgen für die An- und Abreisen zwischen Spielstätten und Unterkünften.
Dieses Turnier gilt für viele junge Fußballer als Sprungbrett in den Profifußball, schauen doch zahlreiche Talentescouts bzw. Spielerbeobachter von europäischen Clubs zu. So begannen die großen Karrieren von Kroatiens Dejan Lovren, langjähriger Nationalspieler, Englands Jude Bellingham (Real Madrid), Bukayo Saka (Arsenal), Italiens Gianluigi Donnarumma (Paris Saint-Germain), Federico Dimarco, Matteo Darmian, Alessandro Bastoni, Nicola Barella (alle Inter Mailand), Moise Kean (AC Florenz) oder Österreichs Christoph Baumgartner (RB Leipzig), Samson Baidoo (RB Salzburg), Flavius Daniliuc (Hellas Verona), Hannes Wolf (New York City FC), Yusuf Demir (Galatasaray Istanbul) bei diesen U15-Nationenturnieren.
Geschichte des Jugend-Fußballturnieres:
Das erste Mal fand das U15 Turnier als „United Europe“-Turnier im Jahr 2004 statt für die zehn europäischen Nationen, die im damaligen Jahr der Europäischen
Union beigetreten sind, darunter auch Slowenien. Organisiert vom Verein Itala San Marco Gradisca d’Isonzo, wurde das Turnier in der Region um Gradisca d’Isonzo (Italien) und Nova Gorica (Slowenien) ausgetragen.
Die Idee des Turniers im Zeichen eines vereinten Europas entstand durch die Initiative von Giorgio Brandolin, dem damaligen Präsidenten des CP Coni Gorizia, sowie Franco Tommasini, dem damaligen Bürgermeister von Gradisca d’Isonzo. Es zählte der politische Gedanke der europäischen Einheit und es sollte ein qualitativer Leistungsvergleich zwischen europäischen Jungend-Nationalmannschaften stattfinden.
Ab 2005 wurde das Turnier neben den italienischen Hauptorganisatoren und den slowenischen Mitorganisatoren auch vom OSK Kötschach-Mauthen als offiziellem Partner ausgetragen. Dadurch entwickelte sich das Turnier zum größten Fußballturnier dieser Alterskategorie im Alpe-Adria-Raum und darüber hinaus.