Kärnten und Friaul arbeiten gemeinsam an verbessertem Nahverkehrsangebot

Jessica Acquavita Vizepräsidentin Dott.ssa Sandra Sodini LH Petere Kaiser Barbara Zilli Assessore FVG Luigi Zanin Direktor Internationale Beziehungen (Fotohinweis: LPD Kärnten/Bauer)
Unter dem Vorsitz von Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser hat die Vollversammlung der Euregio Senza Confini bestehend aus Kärnten, Friaul-Julisch-Venetien und dem Veneto, gestern, Mittwoch, im Rahmen ihrer Konferenz im Spiegelsaal der Kärntner Landesregierung den Beschluss zur strategischen Zusammenarbeit im Bereich der grenzüberschreitenden Mobilität, gefasst.
Damit wird ein weiterer zentraler Schritt gesetzt, um die Mobilitätsangebote zwischen Kärnten und Friaul-Julisch Venetien – unter Einbindung Venetos – nachhaltig zu verbessern und bestehende Hürden abzubauen. Die entsprechende Vereinbarung wurde von Landeshauptmann Peter Kaiser und Friauls Landesrätin Barbara Zilli unterzeichnet.
 

„Mobilität und die damit verbundene Bewegungsfreiheit darf an Landesgrenzen nicht enden. Mit dieser Vereinbarung schaffen wir die Grundlage für bessere Voraussetzungen für Pendlerinnen und Pendler, für Freizeit- und Alltagsmobilität, für den Tourismus und für den Klimaschutz. Die heute vereinbarte strategische Kooperation ist der Grundstein dafür, das Leben der Menschen in unseren Grenzregionen noch besser zu machen und unsere Räume noch enger zu verbinden“,

betonte Landeshauptmann Peter Kaiser nach der Sitzung.
 
Basierend auf dem Beschluss der Vollversammlung wird in einem nächsten Schritt eine Experten-Arbeitsgruppe zwischen den drei Regionen bis März 2026 konkrete Vorschläge für erste Testmaßnahmen ausarbeiten. Diese sollen sich – wie Kaiser hervorhob –

„klar an den Bedürfnissen der Bevölkerung orientieren“.

 

Zu prüfen und zu entwickeln sind unter anderem:

  • attraktive und verlässliche grenzüberschreitende Verbindungen für Pendlerinnen und Pendler,
  • neue oder verbesserte Bus- und Bahnangebote im Alltags- und Freizeitverkehr,
  • Möglichkeiten der Fahrradmitnahme und Anbindung an wichtige Radwege,
  • erleichterte Nutzung durch harmonisierte Tarife, integrierte Fahrgastinformationen und abgestimmte Fahrpläne,
  • Lösungen, die Barrierefreiheit und nachhaltige Mobilität im Grenzraum fördern.       

„Die Bevölkerung wünscht sich einfache, umweltfreundliche und gut nutzbare Verbindungen – genau das soll geliefert werden.“

sagte Kaiser.
Darüber hinaus werde sich nicht nur die Verkehrssituation verbessern, sondern eine wirtschaftliche, soziale und ökologische Aufwertung des gesamten Grenzraumes bewirkt.

„Wir setzen damit einmal mehr ein deutliches Zeichen europäischer Zusammenarbeit. Eine Region wächst dann zusammen, wenn Mobilität, Austausch und Alltag über Grenzen hinweg selbstverständlich werden.“

 
Die heute im Rahmen der Versammlung unterzeichnete strategische Vereinbarung ist auf 5 Jahre angelegt. Sie schafft einen verbindlichen Rahmen für Planung, Testbetrieb und spätere Umsetzung grenzüberschreitender Mobilitätsangebote.
Kaiser unterstrich, dass das neu zu schaffende Angebot sowohl für Einwohner, Pendler und Touristen große Vorteile bringen wird und unserem gemeinsamen Lebensraum aufwerten wird. 
Quelle: LPD Kärnten