Kärntner Landtag: „Polizei-Dienstzeitmodell 2026 schwächt Sicherheit in ganz Österreich“

3. Präsident Günter Leikam, Polizeigewerkschafter Dietmar Quantschnig, SPÖ-LAbg. Stefan Sandrieser

„Der Kärntner Landtag hat sich heute klar hinter die Polizistinnen und Polizisten gestellt und einstimmig unseren Antrag beschlossen, dass der Bund das geplante Dienstzeitmodell 2026 dringend überarbeiten muss“,

betonen der SPÖ-Sprecher für den Öffentlichen Dienst, LAbg. Stefan Sandrieser und SPÖ-Sicherheitssprecher 3. Landtagspräsident Günter Leikam anlässlich des Beschlusses eines entsprechenden SPÖ-Antrages an den Bund.

„Lose-lose-Situation für die Polizistinnen und Polizisten“

„Durch das geplante Dienstzeitmodell drohen mehr Belastung, weniger Einkommen und weniger Planbarkeit“,

führt Sandrieser grundsätzlich aus.

„Die Verlagerung von Dienstzeiten auf die Wochenenden wird massiv zulasten der Familienzeit gehen und sich negativ auf Vereinsleben und soziale Kontakte auswirken. Da die Wochenenddienste als reguläre Plandienste abgetan werden, entgeht auch die Abgeltung als Überstunden oder Mehrdienstleistungen. Also ganz klar: Mehr Leistung für weniger Einkommen. Das passt nicht zusammen“,

kritisiert Sandrieser. 
Für Kärnten orten Sandrieser und Leikam weitere Probleme:

„Viele Polizeiinspektionen, insbesondere im ländlichen Raum, arbeiten schon heute mit knappen Personalressourcen. Schon jetzt werden Dienstpläne mit großem Aufwand erstellt, um die Einsatzbereitschaft überhaupt aufrechtzuerhalten. Wenn weitere Stunden wegfallen, wird dies unweigerlich dazu führen, dass Dienststellen zeitweise nicht besetzt werden können, Öffnungszeiten eingeschränkt werden müssen und weniger Streifen auf unseren Straßen unterwegs sind.“

„Schlechtes Signal für guten Beruf“

„Was ist das für ein Signal an junge Menschen, die den Polizeiberuf wählen möchten? Die Polizei ist das Rückgrat der Sicherheit in unserem Land. Sie unattraktiver zu machen und auszudünnen, ist in Zeiten zunehmender Herausforderungen – auch globaler Natur – genau der falsche Weg. Unsere Polizistinnen und Polizisten verdienen Respekt, Anerkennung und faire Arbeitsbedingungen. Sie verdienen keine Reform, die ihre Einkommen kürzt, ihre Familien belastet und gleichzeitig die Sicherheitsversorgung in unserem Land gefährdet“,

so Sandrieser und Leikam abschließend.