Ein besonderes sportliches Highlight fand kürzlich in der KärntenTherme in Warmbad-Villach statt: Gesundheitsreferentin Beate Prettner nahm aktiv an einer Schwimm-Trainingseinheit im Rahmen des Projektes „Inklusives Triathlon-Training“ teil. Seit dem Jahr 2022 werden rund 15 Sportlerinnen und Sportler mit mentaler Beeinträchtigung auf erfolgreiche Triathlon-Starts im Jahresverlauf vorbereitet. Ziel ist es, über Sport für Menschen mit Behinderung einen Ausgleich zu Arbeit und Beschäftigung zu schaffen.
Möglich machen dies die Fachabteilung Chancengleichheit und zahlreiche Partner, darunter das Olympiazentrum im Sportpark Klagenfurt mit dem gesamten Team, die KärntenTherme sowie die Trägerorganisationen Lebenshilfe, Diakonie, AVS und autArK.
Training mit Andreas di Bernardo
Unter der Leitung des staatlich geprüften Triathlon-Trainers Andreas di Bernardo erhalten die Athletinnen und Athleten eine professionelle Ausbildung, 2024 konnte durchgehend trainiert werden. Immer donnerstags findet das Schwimmtraining in der KärntenTherme (im Sommer in Seen) statt, gelaufen und geradelt wird in und rund um Klagenfurt und kräftigende Einheiten finden im Olympiazentrum statt – u. a. treffen die Teilnehmenden dort auf Olympia-Starterinnen und -Starter, was zusätzlich motiviert. Auch Checks zur Sporttauglichkeit finden im Olympiazentrum statt.
Sport verbindet
Prettner nahm nicht zum ersten Mal am Training der Athletinnen und Athleten teil.
„Sport verbindet und baut Grenzen ab. Dieses Projekt ist ein Vorzeigebeispiel für gelebte Inklusion und ich bin stolz darauf, dass wir es unterstützen können“,
betont Prettner.
Sie lobt die Motivation der Teilnehmenden und die professionelle Betreuung durch das gesamte Team mit Andreas di Bernardo und den Betreuerinnen und Betreuern der Trägerorganisationen.
„Der Sport hat positive Auswirkungen auf jede und jeden Einzelnen und fördert die gesellschaftliche Teilhabe – genau das wollen wir mit diesem Projekt erreichen, welches auch eine der Maßnahmen im Landesetappenplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Kärnten darstellt.“
Auch Projektleiter Andreas di Bernardo zeigt sich erfreut über die Teilnahme der Landesrätin:
„Es ist ein wichtiges Signal, wenn politische Entscheidungsträgerinnen nicht nur das Projekt unterstützen, sondern auch selbst aktiv daran teilnehmen. Bedanken möchte ich mich vor allem auch bei allen Betreuerinnen und Betreuern für die seit Jahren gute Zusammenarbeit. Das motiviert unser Team zusätzlich.“
Inklusive Teams mit tollen Ergebnissen
Die Initiative entstand aus den Erfahrungen der Mannschaftstriathlon-Wettbewerbe der Schule für Sozialbetreuungsberufe der Caritas. Dort hatten u. a. auch inklusive Teams eindrucksvolle Ergebnisse erzielt. Seit dem Jahr 2022 gibt es das langfristige Trainingsprogramm, um Menschen mit Behinderung – Klientinnen und Klienten der Träger Lebenshilfe, Diakonie, AVS oder autArK – nachhaltig in den Sport zu integrieren.
„Darüber hinaus wollen wir damit weitere Menschen mit Behinderung zu sportlicher Aktivität motivieren, die Organisationsteams von Sportwettkämpfen dazu, inklusiven Teams eine Teilnahme zu ermöglichen. Über Sport ist auch eine hervorragende Vernetzung von Menschen mit Behinderung über die Trägerorganisationen hinweg möglich“,
betont Prettner.
Auch Manfred Hübel, Leiter der KärntenTherme, zeigt sich begeistert:
„Wir freuen uns sehr, dass wir in der KärntenTherme einen Ort schaffen können, an dem Inklusion gelebt wird und alle Menschen – unabhängig von ihren individuellen Voraussetzungen – gemeinsam Sport treiben können. Besonders stolz sind wir, dass in diesem Jahr eine inklusive Gruppe von am Indoor-Triathlon teilnimmt. Gemeinsam können wir zeigen, dass Sport verbindet und Barrieren überwunden werden können.“
Nächstes Ziel: Indoor-Triathlon in der KärntenTherme
Mit umfangreicher Unterstützung, professioneller Betreuung und enormer Begeisterung bei den Beteiligten steht dem nächsten ehrgeizigen Ziel also nichts mehr im Wege: der erfolgreiche Start beim „2. KärntenTherme Indoor Triathlon“ Mitte März. Weitere Sportbewerbe in diesem Jahr folgen. Ein starkes Signal für gelebte Inklusion im Sport.