Nationalpark Hohe Tauern: Schutz der Natur und Zukunft der Region gemeinsam gestalten

Das Nationalparkkomitee Hohe Tauern Kärnten tagte diese Woche.
Im Rahmen der 52. Sitzung des Nationalparkkomitees Hohe Tauern Kärnten wurden am Mittwoch zentrale Zukunftsfragen rund um Naturschutz, Kulturlandschaft und regionale Entwicklung beraten. Neben Berichten aus der Nationalparkverwaltung standen auch Förderanträge des Nationalparkfonds sowie ein Zwischenbericht zur Almnutzungserhebung auf der Tagesordnung. Nationalparkreferentin Marika Lagger-Pöllinger hob die besondere Bedeutung des Nationalparks für Kärnten hervor:

„Der Nationalpark Hohe Tauern ist eine der größten Errungenschaften im Natur- und Umweltschutz. Er ist Naturjuwel, Lebensraum und Zukunftsraum zugleich. Gleichzeitig zeigt er, wie erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Gemeinden, Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern sowie dem Land Kärnten funktionieren kann.“

Gerade die enge Abstimmung mit den Menschen vor Ort sei entscheidend für die Zukunft des Schutzgebietes.

„Der Nationalpark steht nicht für ein Entweder-oder, sondern für ein verantwortungsvolles Miteinander. Naturschutz, die Pflege unserer Kulturlandschaft und die Lebensqualität in den Gemeinden gehören untrennbar zusammen“,

betonte Lagger-Pöllinger.

Perspektiven schaffen

Der Vorsitzende des Nationalparkkomitees, Bürgermeister Martin Lackner, unterstrich die Bedeutung regionaler Perspektiven für junge Menschen und Familien:

„Von großer Bedeutung wird es künftig sein, neben dem Schutz der Natur auch die wirtschaftliche Entwicklung der Region mitzudenken. Es braucht Perspektiven zum Wohnen und Arbeiten, damit wir der Abwanderung entgegenwirken und Arbeitsplätze sichern können.“

Auch die Rolle der Förderungen wurde bei der Sitzung hervorgehoben. Diese ermöglichen konkrete Maßnahmen in den Bereichen Kulturlandschaft, Besucherlenkung und nachhaltige Regionalentwicklung.

„Förderungen sind dort besonders wirksam, wo sie direkt bei den Menschen und Projekten in der Region ankommen“,

erklärte Lagger-Pöllinger.

Zusammenarbeit forcieren

Nationalparkdirektorin Barbara Pucker verwies zudem auf die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen den Kärntner Großschutzgebieten:

„Ziel ist es, wertvolle Naturräume noch besser miteinander zu vernetzen und ökologische Korridore langfristig zu sichern. Damit stärken wir die biologische Vielfalt und schaffen widerstandsfähige Ökosysteme für kommende Generationen.“

Abschließend dankte Lagger-Pöllinger allen Beteiligten für die konstruktive Zusammenarbeit:

„Der Nationalpark Hohe Tauern lebt vom Engagement vieler Menschen. Dieses Miteinander ist die Grundlage dafür, dass wir diesen einzigartigen Naturraum auch in Zukunft schützen und verantwortungsvoll weiterentwickeln können.“