Pflegenahversorgung in Kärnten – Altern im Mittelpunkt

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Ein selbstbestimmtes Leben im Alter – das wünschen sich viele Menschen. Damit dieser Wunsch auch bei steigendem Pflege- und Unterstützungsbedarf Wirklichkeit bleiben kann, braucht es wohnortnahe, flexible und gut vernetzte Angebote. Die Pflegekoordination im Rahmen des Projekts „Altern im Mittelpunkt“ (AiM) setzt genau hier an: Sie unterstützt ältere Menschen und ihre Angehörigen direkt in der Gemeinde und trägt dazu bei, dass Altern in vertrauter Umgebung möglich bleibt – sicher, würdevoll und individuell abgestimmt.

1. Zielsetzung der Pflegekoordination:

  • Förderung des selbstständigen Wohnens im Alter trotz Pflege- und Hilfebedarf.
  • Frühzeitige Unterstützung für ältere Menschen und deren Angehörige.
  • Stärkung der regionalen Pflege-Infrastruktur durch gemeindenahe Angebote.

2. Wer steht hinter dem Angebot?


Umsetzung in Kooperation mit:

  • Gemeinden
  • Sozialhilfeverbänden
  • Bezirkshauptmannschaften
  • Abteilung 5 – Gesundheit und Pflege des Landes Kärnten

3. Was macht die Pflegekoordination konkret? Auf Bürger:innen-Ebene (individuell):

1. Information & Beratung zu:

  • Pflege- und Entlastungsangeboten
  • Gesundheitsförderung (z. B. „Gesunde Gemeinden“)

2. Organisation & Hilfestellung bei:

  • Mobilen Diensten
  • Pflegegeld-Anträgen, Pensionsfragen
  • Pflegeheimaufnahmen

3. Initiativen gegen Vereinsamung:

  • Besuchsdienste
  • Einkaufsfahrten, Arztbegleitung

4. Koordination nach Krankenhausaufenthalt

5. Bereitstellung von Daten zur Versorgungsplanung


4. Was macht die Pflegekoordination konkret? Auf struktureller Ebene (Gemeinde/Region):


  • Aufbau & Unterstützung von Ehrenamtsstrukturen
  • Netzwerkpflege mit Sozial- und Gesundheitsdiensten
  • Bedarfserhebung & Identifikation von Versorgungslücken
  • Zusammenarbeit mit Gemeindeverantwortlichen & GPS-Stellen

5. Weitere mögliche Aufgaben in der Gemeinde:

  • Alltagsmanagement in betreubaren Wohneinheiten
  • Organisation von Nachbarschaftstreffen, Festbeteiligung
  • Aufbau neuer Angebote wie Mittagstisch oder Tagesstätten

6. Die Vorteile auf einen Blick:

  • Vermeidung von Wartezeiten & Versorgungslücken
  • Erhalt von Selbstständigkeit & Lebensqualität
  • Entlastung für pflegende Angehörige
  • Stärkung der Dorfgemeinschaft & sozialen Interaktion
  • Effiziente Nutzung vorhandener Ressourcen durch Vernetzung

7. Einbettung in das Kärntner Konzept „Altern im Mittelpunkt“ (AiM):

Ziel: Altern in vertrauter Umgebung ermöglichen – stationäre Pflege als letzter Schritt.

  • Pflegekoordination ist Teil eines abgestuften, wohnortnahen Versorgungsmodells.
  • Weitere Module:
  • Alltagsmanagement
  • Tagesstätten
  • Hol- und Bringdienste

8. Hintergrund & Qualitätssicherung:

  • Basierend auf Regierungsprogramm 2018 & dem „Bedarfs- und Entwicklungsplan für Pflege – Kärnten 2030“
  • Kooperation mit erfolgreichen Vorbildern im In- und Ausland
  • Wissenschaftlich und praktisch fundierter Projektauftrag

9. Weitere Informationen:

  • Ansprechpartner:innen:
  • Bürgermeister:in Ihrer Gemeinde
  • Dr.in Andrea Neuschitzer-Meisslitzer – 050 536 15401
  • Dr.in Michaela Miklautz – 050 536 15456