LH Kaiser empfing politisch interessierte Jugendliche zu „Politics & Education“ – Austausch über politischen Alltag, Medien, Polarisierung und Rechtsstaatlichkeit
Politik aus nächster Nähe erleben und Fragen direkt an Entscheidungsträger richten – diese Möglichkeit bot sich vergangenen Freitag, 15 Lehrlingen, Schülerinnen und Schülern sowie Studentinnen und Studenten im Alter zwischen 17 und 24 Jahren im Spiegelsaal der Kärntner Landesregierung. Eingeladen hatte der Verein „PolEdu – Politics & Education“, der seit 2019 Diskussionsrunden zwischen hochrangigen österreichischen Politikerinnen und Politikern und politisch interessierten jungen Menschen organisiert. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus verschiedenen Bundesländern nutzten die Gelegenheit, Einblicke in politische Entscheidungsprozesse zu gewinnen und aktuelle Themen zu diskutieren. Neben Landes- und Bundespolitik standen Fragen zum politischen Alltag, zur Rolle der Medien, zum Föderalismus sowie zu gesellschaftlichen Herausforderungen im Mittelpunkt.
Landeshauptmann Peter Kaiser sprach offen über seinen persönlichen und politischen Werdegang sowie über Werte, die ihn geprägt haben.
„Meine eigene Lebensgeschichte hat mir gezeigt, wie wichtig Chancengerechtigkeit, Bildung und gesellschaftlicher Zusammenhalt sind“,
so Kaiser. Besonders großes Interesse bestand bei den Jugendlichen am Thema Integration. Hier betonte der Landeshauptmann die Bedeutung früher Maßnahmen:
„Integration muss vom ersten Tag an beginnen.“
Auch die Rolle der Medien und zunehmende gesellschaftliche Polarisierung wurden intensiv diskutiert. Kaiser verwies auf die Verantwortung von Politik und Medien gleichermaßen, einen sachlichen Diskurs zu fördern und demokratische Grundwerte zu schützen. Demokratie und Rechtsstaatlichkeit seien keine Selbstverständlichkeiten, sondern müssten täglich verteidigt werden. Internationale Entwicklungen zeigten, wie rasch Gewaltenteilung unter Druck geraten könne. Zugleich hob er die Zusammenarbeit innerhalb der Kärntner Landespolitik hervor, die trotz unterschiedlicher Positionen von gegenseitigem Respekt geprägt sei. Neben aktuellen politischen Fragen interessierten sich die Jugendlichen auch für den persönlichen Alltag eines Landeshauptmannes und für politische Entscheidungsprozesse. Abschließend ermutigte Kaiser die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, kritisch zu bleiben und gesellschaftliche Entwicklungen zu hinterfragen:
„Fragt euch immer, warum etwas so ist, wie es ist.“
Auf die Frage nach seinen Plänen nach der aktiven Politik antwortete er:
„Ich werde wohl zum Zeit-Millionär – und bin gespannt, was noch kommt.“
Er wünschte allen noch viele weitere interessante und inspirierende Begegnungen.
Pascal Günsberg, Obmann des Vereins PolEdu, bezeichnete die Treffen als wichtigen Beitrag zur politischen Bildung. Viele junge Menschen seien keineswegs politikverdrossen, vielmehr fehle es oft an niederschwelligen, parteiunabhängigen Möglichkeiten zur Beteiligung. Genau hier setze PolEdu an und schaffe Räume für offenen Austausch und direkten Dialog.
Seit der Gründung im Jahr 2019 hat der Verein mehr als 50 Veranstaltungen organisiert – unter anderem mit Bundespräsidenten, Bundeskanzlern, Ministerinnen und Ministern sowie Landeshauptleuten. Ein erstes Treffen zwischen Landeshauptmann Kaiser und PolEdu fand bereits während der Corona-Pandemie im Rahmen eines Online-Gesprächs mit Jugendlichen statt.
Quelle: LPD Kärnten

