Politischer Jahresauftakt in Kärnten: Renner-Institut setzt auf Orientierung und Zukunftsvertrauen

vl. David Pototschnig, Daniel Fellner und Harry Koller (Fotohinweis: Wajand)
Fotogalerie
Renner-Instituts-Leiter Harry Koller eröffnete den Empfang und verwies auf die Ausbildungsarbeit für künftige Kandidat:innen bei Gemeinde- und Landtagswahlen. Mit rund 500 Absolvent:innen der Nachwuchsakademie (NAK) zeige sich, wie politische Bildung konkret in der Praxis wirkt. Koller kündigte zudem weitere Investitionen in die Ausbildung an und dankte dem Format-Begründer Dr. Heinz Ortner.
SPÖ-Landesgeschäftsführer David Pototschnig kündigt ab Jänner 2026 die Dialog- und Mitmachreihe „Mitten im Leben“ an. Start: 12. Jänner 2026 in Klagenfurt, danach besucht Landesparteivorsitzender Daniel Fellner ganz Kärnten. Ziel ist der direkte Austausch durch Zuhören, Gespräche und Mitarbeit vor Ort. Pototschnig:

„Politik – Hand in Hand mit den Kärntnerinnen und Kärntnern.“

Mit Blick auf 2027/2028 betont Pototschnig die Erneuerung der SPÖ und den Anspruch, in den Gemeinden noch präsenter zu sein, Sorgen ernst zu nehmen und konkrete Lösungen zu erarbeiten.

Daniel Fellner verwies auf ein Sichtbarkeitsproblem:

„Wir tun viel, aber wir machen unsere Erfolge und Errungenschaften viel zu wenig sichtbar. Das wollen wir ändern und die positiven Entwicklungsschritte für Land und Staat stärker vor den Vorhang holen – denn viele Vorschläge für ganz konkrete und wichtige Verbesserungen kommen von uns.“

Fellner nannte zentrale Bereiche, in denen die SPÖ kontinuierlich wichtige Akzente setzt und rasch Maßnahmen und Lösungen erarbeitet: Bildung, Gesundheit, Sicherheit, Wohnen und Teuerung – sowie die zuletzt umgesetzte Wahlfreiheit bei Schulsprengeln, die vergleichlosen Verbesserungen in der Elementarpädagogik (beitragsfreier Kindergarten), in der Kinderbildung und -betreuung wurden Meilensteine gesetzt,  über die Standortgarantie im Gesundheitswesen (keine Krankenhausschließungen!) bis zu essenzielle Investitionen in allen Bereichen der Sicherheit vom Katastrophenschutz bis zu Blackout-Vorsorge und Asyl sowie stabilen Mieten und der Wohnbeihilfe NEU.

Für 2026 setzt Daniel Fellner zwei Schwerpunkte:

Mitbestimmung und eine Zukunftsdebatte über faire Finanzierung. Mit mehr Teilhabe für Mitglieder und Bevölkerung, konsequentem Zuhören und daraus abgeleiteten Maßnahmen will er Politikverdrossenheit entgegenwirken.
Parallel dazu will der Landesparteivorsitzende mit Expertinnen und Experten über faire Finanzierung sprechen – nicht über „mehr oder neue Steuern“, sondern darüber, „wie wir den Kuchen sinnvoll und gerecht neu aufteilen“, sprich wer künftig wie viel beiträgt. Weil KI den Arbeitsmarkt verändert und Einnahmen wie die Kommunalsteuer an Arbeit hängen, sollen auch andere Grundlagen mitgedacht werden, etwa der Flächenverbrauch.