Rechnungsabschluss 2025: Kärnten verbessert Budgetsaldo deutlich

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Trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen mit schwacher Konjunktur, hoher Inflation und steigenden Ausgaben ist es Kärnten gelungen, den Nettofinanzierungssaldo im Rechnungsabschluss 2025 deutlich zu verbessern. Wie Finanzreferentin LHStv.in Gaby Schaunig und Finanzsprecher Michael Maier heute im Rahmen einer Pressekonferenz erklärten, konnte der ursprünglich prognostizierte Abgang von 396 Millionen Euro auf 301,1 Millionen Euro reduziert werden. Gegenüber dem Nachtragsvoranschlag entspricht das einer Verbesserung von rund 95 Millionen Euro.

„Dieser Rechnungsabschluss zeigt klar, dass Kärnten auch unter schwierigen Bedingungen verantwortungsvoll wirtschaftet. Durch konsequente Budgetdisziplin und eine vorausschauende Finanzpolitik sichern wir die Stabilität des Landes und erhalten gleichzeitig wichtige Handlungsspielräume für die Zukunft“,

betonte Schaunig.

Kärnten profitiert

Besonders deutlich werde das im Bundesländervergleich: Kärnten verzeichnete zwischen 2019 und 2025 mit einem Schuldenanstieg von 26,38 Prozent den zweitniedrigsten Zuwachs aller österreichischen Bundesländer.

„Gerade in Zeiten multipler Krisen zeigt sich, wie wichtig solide Budgetsteuerung ist. Kärnten hat frühzeitig auf einen verantwortungsvollen Kurs gesetzt – und profitiert heute von dieser Stabilität“,

erklärte Schaunig. Gleichzeitig verwies sie darauf, dass ein Großteil des gesamten Schuldenanstiegs des Landes – rund 69 Prozent – zwischen 2003 und 2012 entstanden sei, während sich die Entwicklung seit 2013 trotz Pandemie, Teuerung und internationaler Krisen deutlich abgeflacht habe. Die Landesregierung habe 2025 einen umfassenden Konsolidierungsprozess umgesetzt, bei dem sämtliche Ausgabenbereiche auf Einsparungspotenziale, Zweckmäßigkeit und gesellschaftliche Wirkung überprüft wurden. Priorität hätten weiterhin Investitionen, kofinanzierte Projekte sowie gesetzliche Kernaufgaben gehabt. Einzelne Großprojekte seien hingegen zeitlich verschoben worden.

„Unser Ziel bleibt klar: Wir sichern zentrale Leistungen für die Menschen in Kärnten, investieren in Zukunftsbereiche und achten gleichzeitig konsequent auf einen verantwortungsvollen Mitteleinsatz“,

so Schaunig.

Reformkurs muss fortgesetzt werden

Auch Finanzsprecher Maier sprach von einem herausfordernden, aber verantwortungsvoll bewältigten Haushaltsjahr.

„Die Verbesserung um 95 Millionen Euro zeigt, dass diese Koalition Konsolidierung ernst nimmt. Sämtliche Ausgabenbereiche wurden geprüft, Prioritäten neu bewertet und Strukturen analysiert – immer mit dem Ziel, die Kernaufgaben des Landes abzusichern und Belastungen für die Bevölkerung möglichst gering zu halten“,

sagte Maier. Für ihn müsse der eingeschlagene Reformkurs konsequent fortgesetzt werden:

„Konsolidierung ist kein Selbstzweck. Es geht darum, finanzielle Spielräume für notwendige Zukunftsinvestitionen zu schaffen. Dafür braucht es moderne Verwaltungsprozesse, weniger Doppelgleisigkeiten und eine konsequente Evaluierung bestehender Förderstrukturen.“

Abschließend verwiesen Schaunig und Maier auf die strukturellen Herausforderungen im Finanzausgleich. Die dynamischen Ausgabensteigerungen von Ländern und Gemeinden würden weiterhin nur unzureichend abgebildet.

„Die Reformpartnerschaft mit dem Bund bietet die Chance, Zuständigkeiten klarer zu regeln und die Effizienz öffentlicher Strukturen nachhaltig zu verbessern“,

betonte Maier.

Die Zahlen im Überblick

Den Einzahlungen von 3,53 Milliarden Euro stehen Auszahlungen von 3,831 Milliarden Euro gegenüber. Der Nettofinanzierungssaldo beträgt 301,1 Millionen Euro. Gegenüber dem Landesvoranschlag inklusive Nachtragsvoranschlag konnte der Abgang um 95 Millionen Euro reduziert werden, gegenüber den Prognosen des Finanzrahmens 2024 bis 2027 sogar um 142,1 Millionen Euro. Der Schuldenstand Kärntens beträgt mit Jahresende 2025 insgesamt 4,312 Milliarden Euro.