„Schwimm dich fit“ hat 30.000 Kärntner Kindern schwimmen gelehrt

LH Daniel Fellner, LR.in Beate Prettner, LR Peter Reichmann, Landessportdirektor Arno Arthofer und Verantwortliche präsentieren die Kärntner Schwimmoffensive. Foto: LPD Kärnten/Bauer
Ertrinken – die häufigste unfallbedingte Todesursache bei Kindern unter fünf Jahren und die zweithäufigste bei älteren. Dabei ist österreichweit die Zahl der Nichtschwimmer im Alter zwischen fünf und 19 Jahren mit rund 137.000 sogar gestiegen, zusätzliche 76.000 Kinder und Jugendliche sind (sehr) unsicher im Wasser. Kärnten führt deshalb seine in Österreich einzigartige Schwimmoffensive weiter fort:

„Unsere kostenlosen Schwimmkurse ‚schwimm dich fit‘ werden trotz Spardrucks nicht reduziert“,

informiert heute, Dienstag, Bildungslandesrat Peter Reichmann im Rahmen des Pressefoyers vom entsprechenden Beschluss in der Regierungssitzung. Insgesamt werden aus den Bereichen Sport, Bildung und Gesundheit 314.400 Euro in das lebensrettende Projekt fließen:

„Damit ermöglichen wir wieder knapp 6.000 Kindern im Alter von fünf bis acht Jahren, schwimmen zu lernen. Und das kostenlos und von den besten Trainerinnen und Trainern“,

freuen sich die zuständigen Referenten Landeshauptmann Daniel Fellner, Bildungsreferent Reichmann und Gesundheitsreferentin Beate Prettner.

Erfolgsmodell

Die Schwimmoffensive wurde im Jahr 2020 initiiert. Von Beginn an zeigte sich: Das wird ein Erfolgsmodell. Knapp 30.000 Kärntner Kinder werden insgesamt bis Ende des Jahres dank dieser Initiative schwimmen gelernt haben.

„Wir sind das Land der Seen und Gewässer. Von Kindes Beinen an sollten wir uns im Wasser sicher bewegen können. Daher ist es unser Ziel, dass Kinder so früh wie möglich schwimmen lernen“,

so Reichmann. Alleine im Volksschulbereich wurden heuer bereits 174 Kurse durchgeführt. Tatsächlich unterteilt sich die Kärntner Schwimmoffensive „schwimm dich fit“ in drei Bereiche: die Kindergarten-Schwimmkurse, die Volksschul-Schwimmkurse und die Gemeinde-Schwimmkurse. Während die Kurse in den Kindergärten und Volksschulen fürs erste abgeschlossen sind – auch zwei Behinderten-Schwimmkurse mit 30 Teilnehmenden wurden durchgeführt -, starten in den Sommerferien die Kurse in den Gemeinden. An rund 50 Kursen werden etwa 1000 Kinder und Jugendliche teilnehmen. Mit dem restlichen Jahresbudget werden dann die Volksschulkurse im Herbst abgedeckt. LH Fellner betont:

„Wie wichtig uns in Kärnten diese Initiative ist, zeigt auch, dass wir hier gemeinsam an einem Strang ziehen: Sportreferat, Bildungsreferat und Gesundheitsreferat machen in Zusammenarbeit mit Jugendrotkreuz, Wasserrettung Kärnten, Vereinen vom Landesschwimmverband Kärnten und Schwimmschulen gemeinsame Sache: Eine Sache, die letztendlich Leben retten kann und den Kindern auf jeden Fall Spaß macht.“

„Mit den kostenlosen Kursen erreichen wir Kinder frühzeitig, stärken ihre Gesundheit, fördern Bewegung und beugen tragischen Badeunfällen wirksam vor. Prävention beginnt im Kindesalter – und genau hier setzen wir mit dieser Initiative konsequent an“,

so Prettner.