„Ich gelobe…“ ertönte es am Sportplatz der Mittelschule Görtschitztal in der Marktgemeinde Brückl am Freitagnachmittag im Beisein von LH Peter Kaiser und LHStv Martin Gruber, vom stv. Landesamtsdirektor Markus Matschek, den Repräsentanten des Kärntner Landtages, dem 3. Präsident Andreas Scherwitzl, Erwin Angerer, Günter Leikam, Hermann Srienz, Josef Ofner und Bundesrätin Sandra Lassnig sowie Zivilschutz-Chef Rudi Schober als 350 Rekruten aus ganz Kärnten ihren Treueeid auf die Republik Österreich vor rund 1.000 Angehörigen und Freunden ablegten. Schon davor erfolgte eine Totenehrung beim Kriegerdenkmal in Brückl.
„Eine Angelobung ist der offizielle Beginn des Wehrdienstes und ist mit einem klaren Auftrag verbunden: Die Verpflichtung der Rekruten, die Republik zu schützen. Wir alle verlassen uns auf die Verteidigungsfähigkeit, die Hilfe in der Not, die Assistenzeinsätze. Aber das sind keine Selbstverständlichkeiten. Unsere jungen Soldatinnen und Soldaten erhalten hier die grundsätzliche Ausbildung zum Helfen, Retten, Sichern und Verteidigen und damit lernen sie Einsatzbereitschaft, Gemeinschaftssinn, Leistungsbereitschaft und vor allem Solidarität und Einstehen für die Heimat. Wer diesen Eid ablegt, ist ein Vorbild für die Gesellschaft“,
so Kaiser in seiner Rede.
Kaiser ging auf die derzeitigen globalen und internationalen Verschiebungen und Unsicherheiten ein, auf globale Machtverhältnisse, die sich im Umbruch befinden und auf die damit verbundenen Ungewissheiten, die dafür sorgten, dass Prognosen für die Zukunft, für Monate, gar Wochen, auf Grund von Unberechenbarkeiten schwieriger bis unmöglich werden.
„Hier in unserem Land können wir auf Stabilität blicken, uns auf eine Verteidigungsfähigkeit verlassen und sind einer klaren Gegenbewegung zum Egoismus fähig. Unsere jungen Soldatinnen und Soldaten hier leben es vor: Mit ihrer nun folgenden guten Ausbildung, der gelebten Solidarität untereinander und der Gesellschaft gegenüber und unsere Werte verteidigend, sind sie Repräsentanten unserer Republik“
sagte Kaiser.
Der Bürgermeister von Brückl, Harald Tellian, erkläre den Stolz der Gemeinde, die Angelobung ausrichten zu dürfen. „Die Soldatinnen und Soldaten werden Disziplin, Kameradschaft und Respekt lernen und leben. Sie geben der Gesellschaft Sicherheit und tragen zu einer positiven sozialen Entwicklung bei. Sie halten Österreichs Demokratie hoch“, so Tellian.
Brigadier Horst Hofer von der 7. Jägerbrigade/Jagdkampf erklärte den besonderen Moment einer Angelobung, den nun für die Soldatinnen und Soldaten beginnenden Dienst an der Republik und der Bevölkerung:
„Es geht um das Gewinner Mindset – Das Können durch ständiges Lernen, der kühle Kopf, der Mut und die Entschlossenheit in Extremsituationen – das werden sie alle nun lernen, damit sie, wenn nötig, die volle Einsatzbereitschaft abrufen können. Überlegenheit durch Können in bestimmten Situationen entsteht durch harte Arbeit, die sie alle jetzt zu leisten bereit sind. Damit werden Sie zur Sicherheit der Republik, der Bevölkerung, ihrer Familien und Freunde beitragen!“
Das Militärkommando Kärnten in Zusammenarbeit mit der Marktgemeinde Brückl und dem Klagenfurter Jägerbataillon 25, ein Verband der 7. Jägerbrigade/Jagdkampf, hat die Angelobung am Freitagnachmittag organisiert. Angelobt worden sind die Rekruten vom Pionierbataillon 1 aus der Rohr-Kaserne (Villach), vom Jägerbataillon 25 aus der Khevenhüller-Kaserne (Klagenfurt), vom Stabsbataillon 7 aus der Georg Goëss-Kaserne (Klagenfurt) und von der 1. Jägerkompanie des Jägerbataillons 7 aus der Khevenhüller-Kaserne (Klagenfurt). Nach der feierlichen Angelobung gab es das obligate Gulasch des Bundesheeres. Für die musikalische Umrahmung sorgte die Militärmusik Kärnten unter der Leitung von Militärkapellmeister Oberst Dietmar Pranter.
Quelle: LPD Kärnten