Mehr als vier Jahrzehnte kommunalpolitisches Engagement, zahlreiche Projekte und ein Leben im Dienst der Bevölkerung: Mit dem Großen Goldenen Ehrenzeichen des Landes Kärnten beziehungsweise einer Ehrenurkunde würdigte das Land Kärnten die Verdienste der ehemaligen Bürgermeisterin Sonya Feinig sowie der Altbürgermeister Klaus Glanznig und Ferdinand Vouk.
Im festlichen Rahmen des Spiegelsaals der Kärntner Landesregierung standen am Montag drei Persönlichkeiten im Mittelpunkt, die ihre Gemeinden über Jahrzehnte hinweg geprägt haben. Landeshauptmann Daniel Fellner, LHStv. Martin Gruber und Landesrätin Beate Prettner zeichneten die ehemalige Bürgermeisterin von Feistritz im Rosental, Sonya Feinig, sowie die Altbürgermeister Klaus Glanznig aus Treffen am Ossiacher See und Ferdinand Vouk aus Velden am Wörthersee für ihre langjährigen Verdienste aus. Sonya Feinig und Klaus Glanznig erhielten das Große Goldene Ehrenzeichen des Landes Kärnten. Ferdinand Vouk, der bereits seit 2016 Träger dieser Auszeichnung ist, wurde mit einer Ehrenurkunde gewürdigt.
Besondere Verantwortung
In seiner Ansprache hob Landeshauptmann Fellner die besondere Verantwortung kommunalpolitischer Arbeit hervor.
„Ein politisches Amt ist oft mit Entbehrungen verbunden. Es bedeutet viel zu geben und nicht immer die Dankbarkeit zu bekommen, die man sich vielleicht wünschen würde“,
sagte er. Gerade in Zeiten zunehmender demokratischer Herausforderungen brauche es Menschen, die bereit seien, Verantwortung zu übernehmen.
Mit Blick auf internationale Entwicklungen mahnte Fellner zur Wachsamkeit:
„Wichtig für die Demokratie sind vor allem auch Männer und Frauen, die bereit sind, zu handeln und Verantwortung zu übernehmen. Es werden aber leider immer weniger, das ist eine Entwicklung, die Sorge bereitet.“
Und weiter:
„Wir alle müssen dazu beitragen, dass unsere Demokratien auch Demokratien bleiben.“ Den Geehrten sprach er seinen besonderen Dank aus: „Ihr habt diese Ehrungen verdient.“
Die Geehrten
Als längst dienende Bürgermeisterin Kärntens schrieb Sonya Feinig Gemeindegeschichte. Insgesamt 38 Jahre lang gestaltete sie die Entwicklung von Feistritz im Rosental – zunächst als Amtsleiterin, später als Vizebürgermeisterin und schließlich ab 2004 als Bürgermeisterin. Über 22 Jahre stand sie an der Spitze der Gemeinde. Zu ihren bedeutendsten Projekten zählt die Entwicklung und erfolgreiche Ansiedlung des Gemeindeparks.
Klaus Glanznig widmete mehr als vier Jahrzehnte der Kommunalpolitik in Treffen am Ossiacher See. Seine politische Laufbahn begann 1985 als Ersatzgemeinderat, ehe er verschiedene Funktionen bis hin zum Bürgermeisteramt übernahm. Während seiner Amtszeit setzte er zahlreiche Infrastruktur- und Wohnbauprojekte um, stärkte den Wirtschaftsstandort durch Betriebsansiedlungen und führte die Gemeinde über viele Jahre mit einem ausgeglichenen Haushalt. Gleichzeitig galt es, außergewöhnliche Herausforderungen wie die schweren Unwetterereignisse der Jahre 2016 und 2022 zu bewältigen.
Auf 41 Jahre kommunalpolitisches Wirken kann auch Ferdinand Vouk zurückblicken. Ein Vierteljahrhundert lang führte er die Marktgemeinde Velden am Wörthersee als Bürgermeister. Nachhaltige Akzente setzte er insbesondere mit dem Umbau des Bahnhofs zur modernen Mobilitätsdrehscheibe, umfangreichen Investitionen in Bildungseinrichtungen sowie dem Ausbau der Kinderbetreuung. Darüber hinaus stärkte er mit gezielten Maßnahmen den Tourismus außerhalb der Hauptsaison.
Neben zahlreichen Familienangehörigen nahmen unter anderem Landesamtsdirektor Dieter Platzer, dessen Stellvertreter Markus Matschek, Klubobmann Luca Burgstaller sowie die Bürgermeister Wolfram Ogris und Andreas Fillei an der Feierstunde teil. Für die musikalische Umrahmung sorgten „Die Poggersdorfer Knirpse“.

