Der Kärntner Seniorenbeirat als beratendes Gremium der Kärntner Landesregierung trat heute, Montag (14. April 2025), zu einer Sitzung zusammen. Der stellvertretende Vorsitzende des Seniorenbeirates, Thomas Richler, begrüßte auch die Landesrätinnen Beate Prettner und Sara Schaar, die Aktuelles aus ihren Referaten berichten konnten. Prettner informierte unter anderem zum Status quo der Pflegenahversorgung:
„Mit unserem präventiven Pflegemodell bringen wir in mittlerweile über 100 Kommunen die zahlreichen Kärntner Pflegeangebote direkt zu den Menschen. Es sieht sehr gut aus, so dass wir noch in diesem Jahr von einem flächendeckenden Ausbau sprechen werden können.“
Pflegenahversorgung wirkt
Ziel der Pflegenahversorgung ist es, älteren Menschen den Verbleib im eigenen Zuhause – auch bei zunehmender Hilfsbedürftigkeit – so lange wie möglich zu erhalten und betreuende Angehörige zu entlasten. Eine wesentliche Stütze ist dabei das große Netz an Ehrenamtlichen – knapp 600 Personen in Kärnten. Sie leisten in den Pflegenahversorgungsgemeinden überwiegend Fahrtendienste, Begleitung bei Arztbesuchen oder Besuchsdienste.
„Es zeigt sich bereits, dass in Kärnten aktuell der Zuwachs an Personen in den höheren Pflegestufen geringer ist als noch vor Jahren – dafür verzeichnen wir mehr Personen in den niedrigeren Pflegestufen. Dies ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass die Pflegenahversorgung wirkt, indem sie vor einem tatsächlichen Pflegebedarf – präventiv als aufsuchende Beratung – ansetzt“,
betonte Prettner.
„Aktiv und fit im Alter“ heuer zu sechs Terminen
Landesrätin Sara Schaar informierte unter anderem über die Weiterführung der beliebten Seniorinnen- und Senioren-Erholungsaktion „Aktiv und fit im Alter“, die 2025 sogar um eine Woche aufgestockt und daher an insgesamt sechs Terminen im Frühjahr und Herbst angeboten wird.
„Obwohl derzeit überall Einsparungen notwendig sind, haben wir schon länger darauf hin gespart und konnten die Aktion nun dadurch doch erweitern“,
berichtete Schaar.
Bildungsbonus WIR
Des Weiteren machte die Landesrätin auf den „Bildungsbonus WIR“ aufmerksam, mit dem das Land Kärnten Weiterbildung im Ruhestand finanziell unterstützt. Der Bildungsbonus wurde im letzten Jahr über 800 Mal beantragt und auch im heurigen Jahr sind bereits knapp 100 Anträge eingelangt, zumeist für nachberufliche Weiterbildung in den Bereichen Fremdsprachen, EDV-Kenntnisse und Fitness.
„Mit den Maßnahmen des Seniorinnen- und Senioren-Referates fördern wir die aktive Teilnahme der erfahrenen Generation am sozialen Leben, die geistige und körperliche Gesundheit und wir wirken der Altersarmut entgegen“,
hielt Schaar fest.
Gedenkminute für Heimo Luxbacher
In einer Gedenkminute wurde seitens der anwesenden Beiratsmitglieder außerdem dem kürzlich verstorbenen Kärntner Künstler Heimo Luxbacher („Der Mönch“) gedacht, der unter anderem Träger des Großen Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich und Träger des Ehrenzeichens des Landes Kärnten für seine Projekte zur Kunstvermittlung war.
In Kooperation mit dem Fachbereich Senior:innen und Generationen der Abteilung 13 konnte in diesem Bereich das Projekt „Lebenskunst Altern“ in über 50 Kärntner Gemeinden durchgeführt werden. Ziel dabei war es stets, kreative Begegnungsräume zu schaffen und den nachhaltigen Austausch der Generationen zu fördern. Als sichtbares Zeichen dieses Generationen-Dialogs wurden in vielen teilnehmenden Gemeinden gemeinsam gestaltete Lichtsäulen aufgestellt.
„Heimo hat unglaubliche Vermittlungsarbeit insbesondere auch im generationenübergreifenden Dialog mit Seniorinnen und Senioren sowie Kindern sowie Jugendlichen geleistet,“
würdigten Prettner und Schaar den mehrfach ausgezeichneten Künstler und sein Wirken.
Quelle: LPD Kärnten