Kunst im Dom: Enthüllung über den Menschen aktualitätsbezogener denn je

Führung Kunst im Dom zum Thema „Transformation“ (Fotos: LPD Kärnten/Wajand)
LH Peter Kaiser besuchte heute die Kunstinstallation im Klagenfurter Dom des Oberkärntner Bildhauers Hans-Peter Profunser, die in 36 Beton-Skulpturen die menschliche Verwundbarkeit sichtbar machen soll. Die Installation sei laut Dompfarrer Peter Allmaier bewusst anstelle eines Fastentuches, das verhüllt, als Enthüllung über den Menschen gewählt worden. 
 

„Diese Installation stellt das Leid von Menschen in der Geschichte ebenso dar, wie Verwundbarkeit von Menschen und Demokratie im Angesicht von kriegerischen Auseinandersetzungen. Es wird sichtbar, wie wichtig Kunst und Kultur für die kritische Auseinandersetzung der Gesellschaft mit gegenwärtigen Strömungen, die unser friedvolles Zusammenleben gefährden wollen, sind“,

erklärt Kaiser.
 
Profunser, der nach eigenen Angaben „Tag und Nacht an den Skulpturen gearbeitet hat“, weist darauf hin, dass die „leidenden Gestalten, gequält und geschunden, sich vom irdischen Leid lösen und damit auch die Hoffnung symbolisieren“. Es sei ihm ein Anliegen gewesen, Kritik an der Gesellschaft selbst sichtbar zu machen.

„Wir sind allzu oft mit uns selbst beschäftigt, während Menschen unsagbares erleiden müssen“,

so Profunser. 
 
Mit der Installation „Transformation“ zeigt „Kunst im Dom“ 2026 in der Domkirche Klagenfurt einen Zug geschundener Körper, der sich vom Domplatz durch das Kirchen-Portal bis zum Altarraum bewegt. Die Beton-Figuren, unvollendet, stehen auf einer Metallkonstruktion, die an ein Gleis erinnert. Am Ende dieses Zuges erheben sich die Beton-Körper vom Boden entlang eines acht Meter hohen Gerüsts nach oben, gegen den Himmel.
 
Dompfarrer Peter Allmaier sieht die Zugänglichkeit zu Kunst und Kultur in einer Kirche als direkten Weg für Besucherinnen und Besucher.

„Viele Schulen kommen, Schülerinnen und Schüler werden zum Nachdenken angeregt, bringen die Gegenwart, das Geschehen in sozialen Medien mit diesen Skulpturen in Verbindung, mit dem dargestellten Leidensweg, den Menschen in der Gegenwart auf sich nehmen müssen“,

berichtet Allmaier aus Begegnungen mit den jungen Menschen.
 
Die „Kunst im Dom 2026“ kann an Werktagen bis Ostermontag zwischen 8.00 und 17.00 Uhr und an Sonntagen zwischen 9.00 und 19.00 Uhr besichtigt werden. Führungen für Besuchergruppen oder Schulklassen können über office@klagenfurt.at bzw. 0463/54950 reserviert werden.
Quelle: LPD Kärnten