Am 28. Mai 2020 hat Josef Zoppoth das Amt des Bürgermeisters der Marktgemeinde Kötschach-Mauthen übernommen. Sechs Jahre später blickt er auf eine Zeit zurück, die alles andere als gewöhnlich war.
Die vergangenen sechs Jahre waren geprägt von Krisen, schwierigen Entscheidungen, vielen Gesprächen – aber auch von Zusammenhalt, gelungenen Projekten und dem festen Willen, die Gemeinde Schritt für Schritt weiterzubringen.
Josef Zoppoth ist seit 2003 in der Gemeindepolitik aktiv, war elf Jahre Vizebürgermeister, von 2013 bis 2018 Abgeordneter zum Kärntner Landtag und steht seit sechs Jahren als Bürgermeister an der Spitze der Marktgemeinde. Diese Erfahrung habe ihn vor allem eines gelehrt. Eine Gemeinde führt man nicht mit Schlagworten, sondern mit Verlässlichkeit, Hausverstand und einem offenen Ohr für die Menschen.
Souverän durch schwere Zeiten
Die vergangenen Jahre haben Kötschach-Mauthen viel abverlangt. Corona, Teuerung, Energiekrise, angespannte Gemeindefinanzen, die Sperre des Plöckenpasses, steigende Kosten und große Infrastrukturfragen waren Belastungen, die viele im Alltag gespürt haben. Familien bei den Kosten, ältere Menschen bei der Sicherheit und Versorgung, junge Menschen bei der Frage nach Perspektiven, Betriebe bei der Planbarkeit.
Trotzdem konnte vieles umgesetzt oder auf den Weg gebracht werden: der Glasfaserausbau, Verbesserungen in der Kinderbetreuung, Investitionen in Feuerwehr, Straßen, Brücken und Volksschule, die Karnischen Werkstätten, das PV-Kraftwerk am Rathaus, Energieeffizienzmaßnahmen sowie wichtige Schritte zur Absicherung der Aquarena und weiterer Freizeitinfrastruktur.
„Nicht alles geht sofort. Nicht alles ist einfach. Aber wenn man zusammenhält, geht mehr weiter, als viele glauben“, so Bürgermeister Josef Zoppoth. Besonders wichtig sei ihm, dass Politik im Ort nicht laut, sondern wirksam sei. Es gehe darum, zuzuhören, ehrlich zu erklären und dann konsequent zu arbeiten.
Klare Zukunftsvision
Für die kommenden Jahre sieht Zoppoth klare Aufgaben: eine verlässliche Kinderbetreuung für Familien, gute Bedingungen für ältere Menschen, sichere Infrastruktur, starke Feuerwehren, eine leistbare und ehrliche Gemeindepolitik, Perspektiven für die Jugend und einen Ort, in dem Menschen gerne bleiben, zurückkommen oder neu beginnen.
„Wir müssen auf das schauen, was im Alltag wirklich zählt: dass Kinder gut betreut sind, Straßen und Wege funktionieren, Wasser und Energie gesichert sind, ältere Menschen nicht allein gelassen werden, Vereine leben können und junge Menschen hier eine Zukunft sehen.“ Dabei darf Parteipolitik in einer Gemeinde nicht im Vordergrund stehen. Kötschach-Mauthen braucht keine ständigen Reibereien, sondern Zusammenarbeit dort, wo es um den Ort geht. Unterschiedliche Meinungen gehörten dazu, aber am Ende müssten Lösungen stehen.
Mit Blick auf die Bürgermeisterwahl Ende Februar 2027 macht Zoppoth deutlich, dass er bereit ist, weiterhin Verantwortung zu übernehmen. Die Entscheidung sei gut überlegt. Die eigene Familie mit zwei noch recht kleinen Kindern und die Gesundheit müssen bei solchen Überlegungen im Mittelpunkt stehen. Die offiziellen Schritte würden im Herbst erfolgen, wenn die Kandidatinnen- und Kandidatenlisten erstellt werden. „Ich bin bereit, diesen Weg weiterzugehen – mit Erfahrung, mit einem starken Team und mit vollem Einsatz für Kötschach-Mauthen.“
Einen langen Wahlkampf will Zoppoth daraus nicht machen. Es steht die Arbeit im Vordergrund. Denn die vielen Projekte und Herausforderungen vertragen keinen Aufschub.
Sein Zugang bleibt einfach. Zuhören, zusammenhalten, weiterarbeiten.
Gerade in unsicheren Zeiten braucht Kötschach-Mauthen Verlässlichkeit, Menschlichkeit und eine Gemeindeführung, die Verantwortung nicht abgibt, sondern wahrnimmt.

