Trauma-Orthopädie-Zentrum fixiert: Meilenstein für Kärntens Gesundheitsversorgung

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Nach mehr als einem Jahrzehnt intensiver Planungen und Verhandlungen ist ein entscheidender Durchbruch gelungen: Der Verwaltungsrat der AUVA hat am Montag die Weiterentwicklung des gemeinsamen Trauma-Orthopädie-Zentrums (TOZK) mit der KABEG beschlossen. Das Projekt wird auf dem Gelände des Klinikums Klagenfurt umgesetzt und setzt künftig auf eine noch engere Zusammenarbeit zwischen AUVA und KABEG. Landeshauptmann Daniel Fellner sprach von einem historischen Schritt für das Kärntner Gesundheitswesen:

„Was lange währt, wird endlich gut. Nach 13 Jahren des Planens, Diskutierens und Ringens ist uns ein großartiges Reformprojekt gelungen – im Sinne der Gesundheit und für die Kärntner Bevölkerung.“

Doppelstrukturen abbauen

Kern des neuen Modells ist die Konzentration der gesamten traumatologischen Versorgung an einem Standort. Gleichzeitig werden bestehende Doppelstrukturen konsequent abgebaut. Die AUVA wird künftig auf bestehende Infrastruktur des Klinikums zurückgreifen. Intensivstation, Schockraum und Hubschrauberlandeplatz werden von der KABEG bereitgestellt. Dadurch können zusätzliche Synergien genutzt und die Wirtschaftlichkeit des Projektes weiter verbessert werden.

„Dass wir heute gemeinsam das definitive Ja zum Trauma-Orthopädie-Zentrum verkünden können, zeigt, was möglich ist, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen und nicht aufgeben“,

betonte Fellner. Das Land Kärnten werde sich bis 2032 mit rund 60 Millionen Euro an dem Vorhaben beteiligen.

„Es sind sehr gut investierte Mittel in die Gesundheitsversorgung der Kärntnerinnen und Kärntner.“

Auch LHStv. Martin Gruber unterstrich die Bedeutung des Projekts: „Obwohl das Vorhaben bereits von vielen bezweifelt wurde, gelingt nun die Umsetzung. Das ist das Ergebnis von Hartnäckigkeit, Dialogbereitschaft und dem gemeinsamen Willen aller Beteiligten.“ Das Trauma-Orthopädie-Zentrum sei ein österreichweites Vorzeigeprojekt, das moderne Patientenversorgung, Effizienz und Standortentwicklung miteinander verbinde.

Win-Win-Win für alle Beteiligten

Im neuen Zentrum wird die AUVA die ambulante, tagesklinische und stationäre unfallchirurgische sowie orthopädische Versorgung übernehmen. Geplant sind rund 66 vollstationäre und 30 tagesklinische Betten. Ergänzt wird das Angebot durch eine vorgelagerte ambulante Einheit, die eine moderne Patientenlenkung sicherstellen soll. Ein weiterer zentraler Baustein ist die frühzeitige Umsetzung des Alterstraumazentrums mit rund 32 Betten. Dieses wird von der KABEG betrieben und soll insbesondere älteren Patientinnen und Patienten nach Operationen eine optimale medizinische und pflegerische Nachbetreuung ermöglichen.
Gesundheitslandesrätin Beate Prettner bezeichnete das Projekt als „Win-Win-Win für alle Beteiligten“.

„Das Trauma-Orthopädie-Zentrum steht für echte Synergien ohne Doppelgleisigkeiten und sorgt langfristig für Versorgungssicherheit auf höchstem Niveau. Kürzere Wege, schnellere Entscheidungen und modernste Unfallversorgung kommen direkt den Patientinnen und Patienten zugute.“

Die geplante Inbetriebnahme des Trauma-Orthopädie-Zentrums ist für die Jahre 2031 beziehungsweise 2032 vorgesehen. Die Vergabe an die ausführenden Unternehmen soll spätestens Anfang 2027 erfolgen. Breite Unterstützung kommt auch von den Sozialpartnern. AK-Präsident Günther Goach sprach von einem „gemeinsamen sozialpartnerschaftlichen Erfolg im Interesse der Bevölkerung“, während WK-Präsident Jürgen Mandl die langfristige Ausrichtung des Projekts hervorhob: „Hier wird ein Projekt umgesetzt, bei dem 30 Jahre vorausgeschaut worden ist.“