Wasserschiene: Historischer Schritt für die Versorgungsicherheit gestartet

DI Erich Eibensteiner – Geschäftsführer ZT, Christian Scheider BGM Klagenfurt, Günther Albel – Obmann Wasserverband Kärnten und BGM Villach, Marika Lagger-Pöllinger LRin, Martin Kulmer BGM St. Veit , Martin Treffner BGM Feldkirchen. Foto: Michael Stabentheiner
Während heiße Sommer und lange Trockenphasen längst keine Ausnahme mehr sind, wächst auch in Kärnten der Druck auf die Trinkwasserversorgung. Genau hier setzt ein neues Großprojekt an: Mit der überregionalen Wasserschiene im Kärntner Zentralraum entsteht ein Netzwerk, das Gemeinden künftig stärker miteinander verbindet und die Versorgungssicherheit im Krisenfall absichern soll.

Historischer Schritt

Präsentiert wurden die nächsten Umsetzungsschritte heute im Hotel Sandwirth in Klagenfurt von Landesrätin Marika Lagger-Pöllinger, Landeshauptmann Daniel Fellner, Vertretern des Wasserverbandes Kärnten sowie Bürgermeistern aus dem Zentralraum. Ziel des Projekts ist es, regionale Engpässe künftig besser ausgleichen und Kärnten langfristig widerstandsfähiger gegen Trockenheit und Klimafolgen machen zu können. Landeshauptmann Daniel Fellner betonte die historische Dimension des Vorhabens:

„Mit dem Start der überregionalen Wasserschiene im Zentralraum setzen wir einen historischen Schritt für die Daseinsvorsorge in unserem Land. Als ehemaliger Wasserwirtschaftsreferent durfte ich diese Entwicklung über Jahre begleiten. Umso mehr bin ich überzeugt: Wir schaffen hier etwas, dessen Bedeutung wir heute erst in Ansätzen erfassen.“

Gleichzeitig unterstrich Fellner die langfristige Bedeutung des Projekts für Kärnten:

„Wir stärken die Versorgungssicherheit, verbinden Regionen und machen Kärnten widerstandsfähiger gegenüber Trockenperioden und Krisen.“

Zentrales Zukunftsprojekt

Auch Landesrätin Marika Lagger-Pöllinger sieht in der Wasserschiene ein zentrales Zukunftsprojekt des Landes:

„Wasser ist unsere wichtigste Lebensgrundlage. Mit der überregionalen Wasserschiene, die im Kärntner Zentralraum startet, schaffen wir ein gemeindeübergreifendes und generationsübergreifendes Zukunftsprojekt für Kärnten.“

Besonders in Zeiten zunehmender Klimaveränderungen brauche es vorausschauende Investitionen:

„Versorgungssicherheit entsteht nicht erst dann, wenn der Mangel spürbar wird, sondern dort, wo rechtzeitig geplant, investiert und gebaut wird. Genau das tun wir: Wir sprechen nicht nur über Versorgungssicherheit — wir bauen sie bereits.“

Ein erstes wichtiges Teilprojekt wird bereits umgesetzt: Der Wasserverband Unteres Drautal arbeitet seit dem Vorjahr an einer besseren Vernetzung zwischen Villach, Weißenstein und Paternion. Parallel dazu laufen die Planungen für das Herzstück der Wasserschiene — die Verbindung zwischen Klagenfurt und Villach. Die Einreichung der Pläne ist noch heuer vorgesehen, der Baustart könnte bereits 2028 erfolgen.